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The Lied, Art Song, and Choral Texts Archive

Slepoj

Language: Russian

Knjaz' vyekhal rano sred' gridnej svojikh
  V syr-bor polevan'ja izvedat';
Gonjal on i veprej, i turov gnedykh,
No vremja dospelo, zvon roga utikh,
  Pora otdykhat' i obedat'.

V logu oni svezhem pod dubom sidjat
  I brashna primajutsja rushat';
I knjaz' govorit: «Mne otradno zvuchat
Kovshi i bratiny, no pesnju by rad
  Ja v zeleni `etoj poslushat'!»

I otrok ozvalsja: «Za rechkoju tam
  Ubogij mne pesennik vedom;
On slep, no gorazd udarjat' po strunam»;
I knjaz' govorit: «Otyshchi jego nam,
  Pust' teshit on nas za obedom!»

Lovcy otdokhnuli, bratiny dopiv,
  Sidet' im bez dela ne ljubo,
Pojekhali dale, pro pesnju zabyv,-
Gusljar mezhdu tem na knjazhoj na prizyv
  Bredet ko znakomomu dubu.

On shchupajet posokhom korni derev,
  Pletetsja odin chrez dubravu,
No v serdce zvuchit vdokhnovennyj napev,
I dum blagodatnykh uzh zrejet posev,
  Slagajetsja pesnja na slavu.

Prishel on na mesto: lish' djatel stuchit,
  Lish' v list'jakh strekochet soroka -
No v storonu tu, gde, ne vidja, on mnit,
Chto s gridnjami knjaz' v ozhidan'e sidit,
  Starik poklonilsja gluboko:

«Khvala tebe, knjazhe, za lasku tvoju,
  Bojare i gridni, khvala vam!
Nachat' pesnopen'e gotov ja stoju -
O chem zhe ja, staryj i bednyj, spoju
  Pred sonmishchem sim velichavym?

Chto v veshchem skazalosja serdce mojem,
  To vyrazit' rech'ju voz'mus' li?»
Pozhdal - i, ne slysha ni slova krugom,
Saditsja na kochku, porosshuju mkhom,
  Persty vozlagajet na gusli.

I strun perelivy v lesu potekli,
  I pesnja v glushi zazvuchala...
Vse mira javlen'ja vblizi i vdali:
I sineje more, i roskosh' zemli,
  I cvetnykh kamenij nachala,

Chto v nedrakh podzemija blesk svoj tajat,
  I chudishcha v more glubokom,
I v temnom boru zakoldovannyj klad,
I vitjazej boj, i sverkanije lat -
  Vse vidit dukhovnym on okom.

I podvigi slavit minuvshikh on dnej,
  I vse, chto dostojno, venchajet:
I doblest' narodov, i pravdu knjazej -
I milost' moguchikh on v pesne svojej
  Na malykh ljudej prizyvajet.

Privet polonennomu shlet on rabu,
  Ukor gradojimcam surovym,
Nasil'e zh nad slabym, s gordynej na lbu,
K pozornomu on prigvozhdajet stolbu
  Grozjashchim prorocheskim slovom.

Obil'no rastet jego mysli zerno,
  Kak v pole jachmen' zolotistyj;
Prosnulos', chto v serdce dremalo davno -
Chto bylo ot let i ot skorbej temno,
   Voskreslo prekrasno i chisto.

I lik ozaren jego tem zhe ognem,
  Kak v gody bor'by i nadezhdy,
Javilasja vlast' na chele podnjatom,
I kazhutsja carskoj khlamidoj na nem
  Lokhmot'ja razdrannoj odezhdy.

Ne pelos' jemu jeshche tak nikogda,
  V takom rascvetan'e bogatom
Jeshchjo ne spletalasja dum chereda -
No vot uzh vechernjaja v nebe zvezda
  Zazhglasja nad alym zakatom.

K iskhodu torzhestvennyj klonitsja lad,
  I k nebu nezrjashchije vzory
Vozvel on, i, dukhom moguchim ob"jat,
On pesn' zavershil - pod perstami zvuchat
  Poslednije strun perebory.

No mertvoju on tishinoj okruzhen,
  Bezmolv'e pustynnogo loga
Poroj preryvajet lish' gorlicy ston,
Da slyshny skvoz' guslej smolkajushchij zvon
  Prizyvy dalekogo roga.

Na divo jemu, chto sobran'e molchit,
  Ponik golovoju on dumnoj -
I vot zakachalisja vetvi rakit,
I tikho dubrava jemu govorit:
  «Ty goj jesi, ded nerazumnyj!

Sidish' odinok ty, obmanutyj ded,
  Na meste ty pel opustelom!
Dopity bratiny, okonchen obed,
Pod dubom dushi chelovecheskoj net,
  Raz"ekhalis' gosti za delom!

Oni sred' mojej, sred' zelenoj krasy
  Porskajut, svoj lov prodolzhaja;
Ty slyshish', kak, v sled utykaja nosy,
Po zverju vdali zalivajutsja psy,
  Kak trubit okhota knjazhaja!

Ko sboru ty, staryj, prijti opozdal,
  Zhdat' nekogda bylo bojaram,
Ty pesnej nagrady sebe ne stjazhal,
Nich'ikh za nejo ne uslyshish' pokhval,
  Trudilsja, ubogij, ty darom!»

«Ty goj jesi, goj ty, dubravushka-mat',
  Sdajetsja, ty pravdu skazala!
Ja pel odinok, no tuzhit' i roptat'
Mne, staromu, bylo b greshno i nestat' -
  Nagrad moje serdce ne zhdalo!

Vojistinu, jesli b ochej mojikh noch'
  Bezljud'ja ot nikh i ne skryla,
Ja pesni b ne mog i togda peremoch',
Ne mog ot sebja otognat' by ja proch',
  Chto dushu moju okhvatilo!

Pust' po sledu psy, zalivajas', begut,
  Pust' lovleju knjaz' udovolen!
Ubogomu pet' ne tjazhelyj byl trud,
A pesnja jemu ne v khvalu i ne v sud,
  Zane on nad neju ne volen!

Ona, kak reka v polovod'e, sil'na,
  Kak rosnaja noch', blagotvorna,
Tepla, kak dushistaja v maje vesna,
Kak solnce privetna, kak burja grozna,
  Kak ljutaja smert' neoborna!

Okhvachennyj jeju ne mozhet molchat',
  On rab jemu chuzhdogo dukha,
Vozhglas' jemu v grud' vdokhnoven'ja pechat',
Nevolej il' volej on dolzhen veshchat',
  Chto slyshit podvlastnoje ukho!

Ne vedajet gornyj istochnik, kogda
  Potokom on v stepi stremitsja,
I b'et i kipit jego, penjas', voda,
Pridut li k nemu pastukhi i stada
  Strujami jego osvezhit'sja!

Ja mnil: `eti gusli dlja knjazja zvuchat,
  No pesnja, po mere kak pelas',
Nevidimo svoj rasshirjala okhvat,
I vol'nyj lilsja bez razlichija lad
  Dlja vsekh, komu slushat' khotelos'!

I kto menja slushal, privet moj tomu!
  Zemle-gosudaryne slava!
Ruch'ju, chto ko slovu zhurchal mojemu!
Vam, zvezdam, mercavshim skvoz' sinjuju t'mu!
  Tebe, mat' syraja dubrava!

I tem, kto ne slushal, moj takzhe privet!
  Daj bog polevat' im ne darom!
Daj knjazju bez gorja prozhit' mnogo let,
Prostomu narodu bez nuzhdy i bed,
  Bez skorbi velikim bojaram!»



Translation(s): GER

Submitted by Sharon Krebs and Inna Smolov

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Note on Transliteration

Authorship

Musical settings (art songs, Lieder, mélodies, (etc.), choral pieces, and other vocal works set to this text), listed by composer (not necessarily exhaustive)

    [ None yet in the database ]


Set in German, a translation by Anonymous/Unidentified Artist , title unknown

Text added to the website: 2011-04-30.

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Der blinde Sänger

Language: German

Der Fürst ritt am Morgen mit seinem Geleit'
Zur Jagd aus beim frühesten Strahle;
Den Ur und den Eber verfolgte er weit;
Die Hörner verstummen; es ist an der Zeit,
Zu ruh'n bei dem labenden Mahle.

Sie sammeln am Fuß einer Eiche sich bald,
Mit Speis' und mit Trank sich zu letzen.
Da spricht der Gebieter: -- "Gar lustig, erschallt
Der Becher Geklirr; -- doch ein Lied hier im Wald
Vernähm' ich mit sonderm Ergötzen."

Ein Knappe berichtet: "Es wohnt dort ein Mann
Am Bach, -- ich entsinne mich dessen --
Ein Blinder der singen gar meisterhaft kann."
Der Fürst gibt zur Antwort: "Geh' hin, sag' an:
Er komm' und vergnüg' uns beim Essen!"

Erquickt sind die Jäger, sie säumen am Ort,
Des Liedes vergessend, nicht länger;
Es setzen ihr Waidwerk die Fröhlichen fort.-
Zur Eiche derweil, auf das fürstliche Wort,
Geht langsamen Schrittes der Sänger.

Er sucht mit dem Stabe, ihn prüfend, den Pfad;
Im Herzen erklinget dem Greise
Begeistertes Tönen, indessen er naht;
Schon reift der Gedanken gesegnete Saat,
Zusammen fügt Lied sich und Weise.

Er kommt zu dem Eichbaum; -- da schreit nur der Staar,
Der Specht nur zerhämmert die Rinde;
Doch wendet sein Antlitz dorthin, wo die Schar
Der rastenden Männer vor Kurzem noch war,
Mit tiefem Verneigen der Blinde.

"Dank, Fürst, für die Gnade! Dank sei dir und Preis!
Bojaren, Euch allen sei Ehre! Hier bin ich!
Welch Lied soll der dürftige Greis
Beginnen vor diesem erhabenen Kreis,
Das würdig der Hörenden wäre?

Was kund sich gegeben dem inneren Sinn,--
Versuch ich's mit Worten zu sagen?"
Er horcht in den Waldraum. -- Still bleibt es darin.
Er setzt auf den schwellenden Rasen sich hin;
Die Saiten beginnt er zu schlagen.

Es schallt durch den Hain, und den Lippen entquillt
Das Lied immer lauter und lauter:
Die Schönheit, die Himmel und Erdenwelt füllt,
Und jegliches nahe und ferne Gebild
Mit geistigen Augen erschaut er:

Das edle Gestein, das im Süd und im Nord
Die Berge geheimnisvoll decken;
Des Meeres Getier, und am düsteren Ort
Inmitten des Walds den bezauberten Hort,
Die Kämpfe verwegener Recken.

Er preiset, was rühmlich geschah und geschieht:
Der Völker hochherziges Ringen;
Der Fürsten Gerechtigkeit ehret sein Lied;
Der Gnade der Mächt'gen im ird'schen Gebiet
Ruft's nieder auf's Haupt der Geringen.

Er grüßt den verfolgten, geknechteten Mann,
Er schließet den Bund mit ihm enger;
Sein Wort spricht dem Frevler prophetisch den Bann;
Am Schandpfahl kettet's verurteilend an
Der Schwachen vermess'nen Bedränger.

Sein Denken sprießt auf, wie in goldener Pracht
Die Ähren gedrängt sich erheben;
Was längst in ihm schlief, unterdrückt von der Macht
Des Grams und des Alters, -- ist plötzlich erwacht
Zu vollem und herrlichem Leben.

Sein Antlitz erglüht, wie's erglühte zur Zeit
Der hoffnungumleuchteten Jahre;
Gewalt auf der Stirn, vom Gebrechen befreit,
Erhebt er das Haupt, -- vom zerrissenen Kleid
Umwallt wie vom Fürstentalare.

Noch nie gab das Herz durch ein Dichten ihm ein;
Es fügtem die wechselnden Lieder
So reichlich sich ein zu harmonischen Reih'n. --
Und schon blickt im Westen mit demantenem Schein
Vom Himmel der Abendstern nieder.

Zu Ende geführt ist des Alten Gesang,
Die Augen, die lichtlosen, heben
Sich aufwärts; -- des Geists voll, des Macht ihn durchdrang,
Verstummt er; -- die Hand läßt mit schließendem Klang
Die Saiten verhallend erbeben.

Doch still bleibt die Stätte; ihm kund gibt sich kaum
Der Waldtaube Girren und Stöhnen
Im duftenden Laub; -- und zur Lichtung am Baum
Dringt manchmal von fern durch den waldigen Raum
Des rufenden Jagdhorns Ertönen.

Ihn wundert's daß nichts sich geregt um ihn,
Daß keiner geredet im Kreise.
Sein Haupt neigt sich träum'risch; -- da schwanket das Grün,
Ein Flüstern beginnt durch die Waldung zu zieh'n,
Sie spricht zu dem Sinnenden leise:

"Du törichter Alter! Du bist hier allein;
Du sangst an verödeter Stelle!
Das Mahl ist beendet, getrunken der Wein.
Zu bleiben fiel keinem der Waidmänner ein,
Du armer, betrog'ner Geselle!

Die Beute verfolgend, durchschweift -- wie zuvor --
Der Troß meine tauigen Gründe;
Es bellen die Hunde, -- du hörst es, du Tor;
Es stößt in die Hörner im lustigen Chor
Das fürstliche Jägergesinde.

Man rief dich hierhier, -- doch du säumtest zu lang;
Es hatten, am Ort zu verziehen,
Nicht Zeit die Bojaren. Für deinen Gesang
Wird niemand Belohnung dir geben, noch Dank,
Du Armer! umsonst war dein Mühen!"--

"Mich dünket, mein Wald, mein befreundeter du,
Daß wahr du gesprochen dem Alten.
Ich sang in der Einsamkeit friedlicher Ruh;
Doch steht mir das Grollen daruber nicht zu,
Nicht wollt ich Belohnung erhalten.

Und wahrlich -- hätt ich, dessen Auge nicht sieht,
Gewußt um mein einsam Verbleiben,--
Nicht hemmen auch dann hätt ich können das Lied,
Nicht das, was sich mächtig gedrängt ins Gemüt,
Verbannen aus ihm und vertrieben.

Sie mögen dort jagen nach ihrem Begehr,
Erlegen das Wild, das bedrohte.
Das Lied, das er sang, fiel dem Greise nicht schwer,
Und ihm nicht zum Tadel gereichts, noch zur Ehr,
Denn ihm steht es nicht zu Gebote.

Es strömt aus dem Herzen wie Fluten heraus,
Die nicht sich bewältigen lassen;
Es hat das Beleben des nächtigen Taus,
Das Wärmen der Sonne, des Sturmes Gebraus,
Des Tods unabwendbar Erfassen.

Wem's aufgeht im Sinn, wie ein leuchtender Strahl,
Der ist einem Geiste zu eigen,
Ihn zeichnet der Sehermacht glühendes Mal;
Es redet in ihm, und er hat nicht die Wahl,
Er kann, was ihm tönt, nicht verschweigen.

Der Gießbach rollt schäumend, von Felsen umruht,
Er weiß nicht, ob Hirten und Herden
Mit seiner kristallenen, blinkenden Flut,
Verweilend an ihr in der Mittagszeit Glut,
Im Tale erquicken sich werden.

Dem Fürsten zur Lust und zur Ehre begann
Das Lied, das vernehmen er sollte.
Doch weiter griff's um sich, indem ich's ersann,
Und freier und freier ergoß es sich dann
Für jeden, der hören es wollte.

Und Preis meinen Hörern! -- Laß dankend mich hier,
Gebieterin Erde, dich loben!
Dem Barden sei Preis, der gesungen mit mir!
Und Preis, du mein Wald, mein befreundeter, dir!
Und Preis den Gestirnen dort oben!

Und die grüß' ich auch, die mein Lied nicht gehört,--
Mög' ihnen nur Heil widerfahren!
Der Fürst herrsche lange beglückt und geehrt!
Dem Volk sei beschwerdloses Leben gewährt --
Und Frieden den edlen Bojaren!"--



Submitted by Sharon Krebs

Authorship

Based on

Musical settings (art songs, Lieder, mélodies, (etc.), choral pieces, and other vocal works set to this text), listed by composer (not necessarily exhaustive)

Text added to the website: 2011-04-30.