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Petrarca-Sonette

Song Cycle by Franz (Ferencz) Liszt (1811-1886)


1. Fried' ist versagt mir

Language: German

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 Fried' ist versagt mir, vergebens träum' ich Schlachten; 
 muß fürchten und hoffen, entbrennen in Schauern beben, 
 dem stolzen Himmelsfluge folgt tief Verschmachten 
 und kein Erlangen, kein weltenumfangendes Streben! 

 Gefesselt so schwer all mein weichselndes Trachten, 
 schnöd verschmäht darf ich mich nicht der Frohn entheben, 
 der Dämon schont mich, ach, den wohl Bewachten, 
 läßt mich vergehen und mißgönnt mir das Leben. 

 Blöd sind die Blikke, und sie sind stumm, meine Klagen,
 ich wählte Untergang und fürchte das Sterben, 
 ja, mir blieb Haß für mich selber, da Liebe entwich. 

 Lust ist mir nur mein Schmerz, und Tränen mein Behagen, 
 Tod gilt gleich mir und Leben gleiches Verderben!
 Also geschah mir, o Geliebte, um dich.

Input by Virginia Knight


2. Sei gesegnet immerdar

Language: German

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 Sei gesegnet immerdar von allen Tagen, 
 du holder Lenzestag und deine guten Stunden; 
 ihr schönen Fluren, da wurde ich gefunden
 von zweien Augen, und in Bann geschlagen. 

 O, sei gesegnet, erstes süßes Zagen, 
 mit dem die Liebe mich an sich gebunden, 
 ihr Liebespfeile, all ihr tiefen Wunden, 
 deren Schmerzen so gern mein Herz getragen. 

 Seid gesegnet, ihr heißen Tränen, 
 laute Rufe, die ihr wolltet sie ereilen,
 meine Seufzer und du, mein endlos Sehnen. 

 Und seid gesegnet auch ihr, wohlgereimten Zeilen, 
 durch die Ruhm ihr erworben mein sinnend Wähnen, 
 das sie allein, ja, wer noch sollt' es teilen!

Input by Virginia Knight


3. So sah ich denn auf Erden Engelsfrieden und Glanz

Language: German

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 So sah ich denn auf Erden Engelsfrieden und Glanz 
 von dort hienieden, und solches Leuchten, 
 deß ich gedenken muß, denn sonst bedeuchten
 mich jene Bilder, als wären's Traumgebilde. 

 Ich sah die Träne, die den Blick ihr hüllte, 
 ihr Auge, aller Sonnen Neid, sich befeuchten,
 und vernahm ihrer Klagen Stimme, da beugten 
 sich die Höhn, der Strom erstarrte, der jäh gestillte. 

 Es klang so tief, so voll von Wehmutsregen, 
 ein Klang voller Lieb und Leid, hold und gelinde, 
 ihr Seufzer, alle Welt gilt nicht dagegen. 

 Und alles schmiegte solchem Wohllaut sich geschwinde,
 kein Blättchen am Baume durfte sich bewegen, 
 so süß befangen, so lauschten da Luft und Winde.

Input by Virginia Knight


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