LiederNet: The Lied, Art Song, and Choral Texts Archive
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Lieder aus "Des Knaben Wunderhorn" (formerly "Humoresken")

Song Cycle by Gustav Mahler (1860 - 1911)

French translation: Le cor merveilleux de l'enfant


1. Der Schildwache Nachtlied [
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Language: German
Translation(s): ENG SPA ITA FRE

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    * ENG English (Emily Ezust) , title 1: "The sentinel's nightsong", copyright ©
    * SPA Spanish (Elena María Accinelli) , title 1: "La canción nocturna del centinela", copyright © 2005, (re)printed on this website with kind permission
    * ITA Italian (Ferdinando Albeggiani) , title 1: "Canto notturno della sentinella", copyright © 2009, (re)printed on this website with kind permission
    * FRE French (Guy Laffaille) , title 1: "Chant de nuit de la sentinelle", copyright © 2009, (re)printed on this website with kind permission

"Ich kann und mag nicht fröhlich sein;
Wenn alle Leute schlafen, 
So muß ich wachen,
Muß traurig sein."

"Ach Knabe, du sollst nicht traurig sein,
Will deiner warten,
Im Rosengarten,
Im grünen Klee."

"Zum grünen Klee, da komm ich nicht,
zum Waffengarten
Voll Helleparten
Bin ich gestellt."

"Stehst du im Feld, so helf dir Gott,
An Gottes Segen 
Ist alles gelegen,
Wer's glauben tut."

"Wer's glauben tut, ist weit davon,
Er ist ein König,
Er ist ein Kaiser,
Er führt den Krieg."

Halt! Wer da? Rund! Bleib' mir vom Leib!
Wer sang es hier? Wer sang zur Stund'?
Verlorne Feldwacht 
Sang es um Mitternacht.
Mitternacht! Feldwacht!


Submitted by Jakob Kellner

2. Verlorne müh'! [
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Language: German
Translation(s): ENG SPA ITA FRE

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    * ENG English (Emily Ezust) , title 1: "Lost effort", copyright ©
    * SPA Spanish (Elena María Accinelli) , title 1: "Esfuerzo perdido", copyright © 2005, (re)printed on this website with kind permission
    * ITA Italian (Ferdinando Albeggiani) , title 1: "Fatica sprecata!", copyright © 2009, (re)printed on this website with kind permission
    * FRE French (Guy Laffaille) , title 1: "Vains efforts", copyright © 2009, (re)printed on this website with kind permission

Sie:
 Büble, wir wollen außre gehe!
 Wollen wir? Unsere Lämmer besehe?
 Komm', lieb's Büberle,
 komm', ich bitt'!

Er:
 Närrisches Dinterle,
 ich geh dir holt nit!

Sie:
 Willst vielleicht ä bissel nasche?
 Hol' dir was aus meiner Tasch'!
 Hol', lieb's Büberle,
 hol', ich bitt'!

Er:
 Närrisches Dinterle,
 ich nasch' dir holt nit!

Sie:
 Gelt, ich soll mein Herz dir schenke!?
 Immer willst an mich gedenke!?
 Nimm's! Lieb's Büberle!
 Nimm's, ich bitt'!

Er:
 Närrisches Dinterle,
 ich mag es holt nit!


3. Trost im Unglück [
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Language: German
Translation(s): ENG SPA ITA FRE

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    * ENG English (Emily Ezust) , title 1: "Comfort in misfortune", copyright ©
    * SPA Spanish (Elena María Accinelli) , title 1: "Consuelo en la desgracia", copyright © 2005, (re)printed on this website with kind permission
    * ITA Italian (Ferdinando Albeggiani) , title 1: "Conforto nell'infelicità", copyright © 2009, (re)printed on this website with kind permission
    * FRE French (Guy Laffaille) , title 1: "Consolation dans le malheur", copyright © 2009, (re)printed on this website with kind permission

Husar:
 Wohlan! Die Zeit ist kommen!
 Mein Pferd, das muß gesattelt sein!
 Ich hab' mir's vorgenommen,
 geritten muß es sein!

 Geh' du nur hin!
 Ich hab' mein Teil!
 Ich lieb' dich nur aus Narretei!
 Ohn' dich kann ich wohl leben, ja leben!
 Ohn' dich kann ich wohl sein!

 So setz' ich mich auf's Pferdchen,
 und trink' ein Gläschen kühlen Wein,
 und schwör's bei meinem Bärtchen:
 dir ewig treu zu sein!

Mädchen:
 Du glaubst, du bist der Schönste
 wohl auf der ganzen weiten Welt,
 und auch der Angenehmste!
 Ist aber weit, weit gefehlt!

 In meines Vaters Garten
 wächst eine Blume drin:
 so lang' will ich noch warten,
 bis die noch größer ist.

 Und geh' du nur hin!
 Ich hab' mein Teil!
 Ich lieb' dich nur aus Narretei!
 Ohn' dich kann ich wohl leben,
 ohn' dich kann ich wohl sein!

Beide:
 Du denkst, ich werd' dich nehmen!
 Das hab' ich lang' noch nicht im Sinn!
 Ich muß mich deiner schämen,
 wenn ich in Gesellschaft bin!


4. Wer hat dies Liedlein erdacht? [
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Language: German
Translation(s): ENG SPA ITA FRE

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    * ENG English (Emily Ezust) , title 1: "Who thought up this little song?", copyright ©
    * SPA Spanish (Elena María Accinelli) , title 1: "A quién se le ocurrió esta cancioncilla?", copyright © 2005, (re)printed on this website with kind permission
    * ITA Italian (Amici Musica di Padova) , title 1: "Chi ha inventato questa canzoncina?", copyright © 2008, (re)printed on this website with kind permission
    * FRE French (Guy Laffaille) , title 1: "Qui a inventé cette petite chanson ?", copyright © 2009, (re)printed on this website with kind permission

Dort [oben]1 in dem hohen Haus,
Da guckt ein fein's lieb's Mädel heraus,
Es ist nicht dort daheime,
Es ist des Wirts sein Töchterlein,
Es wohnt auf grüner Heide.

[ ... ]
"Mein Herze ist wund, komm Schätzel mach's gesund! Dein schwarzbraune Äuglein, Die haben mich vertwundt! Dein rosiger Mund Macht Herzen gesund. Macht Jugend verständig, Macht Tote lebendig, Macht Kranke gesund." Wer hat denn das schöne Liedlein erdacht? Es haben's drei Gäns übers Wasser gebracht, Zwei graue und eine weiße; Und wer das Liedlein nicht singen kann, Dem wollen sie es pfeifen.

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1 Mahler: "oben am Berg"

Submitted by Jakob Kellner

5. Das irdische Leben [
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Language: German
Translation(s): ENG SPA ITA FRE ENG

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    * ENG English (Emily Ezust) , title 1: "Mother, oh Mother! I'm hungry", copyright ©
    * SPA Spanish (Elena María Accinelli) , title 1: "Madre, oh Madre! Tengo hambre", copyright © 2005, (re)printed on this website with kind permission
    * ITA Italian (Ferdinando Albeggiani) , title 1: "Mamma, mammina! Ho tanta fame", copyright © 2008, (re)printed on this website with kind permission
    * FRE French (Guy Laffaille) , title 1: "La vie ici-bas", copyright © 2009, (re)printed on this website with kind permission
    * ENG English [singable] (Addie Funk) , title unknown

[ "Mutter, ach Mutter! es hungert mich,
Gib mir Brot, sonst sterbe ich."
  "Warte nur, mein liebes Kind,
  Morgen wollen wir säen [geschwind."]1

Und als [das Korn]3 gesäet war,
[Rief]4 das Kind noch immerdar: ]2
"Mutter, ach Mutter! es hungert mich,
Gib mir Brot, sonst sterbe ich."
  "Warte nur, mein liebes Kind,
  Morgen wollen wir [ernten]5 [geschwind."]1

Und als [das Korn]3 [geerntet]6 war,
[Rief]4 das Kind noch immerdar:
"Mutter, ach Mutter! es hungert mich,
Gib mir Brot, sonst sterbe ich."
  "Warte nur, mein liebes Kind,
  Morgen wollen wir dreschen [geschwind."]1

Und als [das Korn]3 gedroschen war,
[Rief]4 das Kind noch immerdar:
"Mutter, ach Mutter! es hungert mich,
Gib mir Brot, sonst sterbe ich."
  [ "Warte nur, mein liebes Kind,
  Morgen wollen wir mahlen [geschwind."]1

Und als [das Korn]3 gemahlen war,
[Rief]4 das Kind noch immerdar:
"Mutter, ach Mutter! es hungert mich,
Gib mir Brot, sonst sterbe ich."]
  "Warte nur, mein liebes Kind,
  Morgen wollen wir backen [geschwind."]1

Und als das Brot gebacken war,
Lag das Kind auf der Totenbahr.


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1 not set by Schreker
2 not set by Mahler
3 Schreker: "es nun"
4 Schreker: "Sprach"
5 Schreker: "schneiden"
6 Schreker: "geschnitten"

Submitted by Jakob Kellner

6. Des Antonius von Padua Fischpredigt [
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Language: German
Translation(s): FRE ENG SPA ITA POR HEB

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    * FRE French (Guy Laffaille) , title 1: "Le prêche de Saint Antoine de Padoue aux poissons", copyright © 2009, (re)printed on this website with kind permission
    * ENG English (Emily Ezust) , title 1: "St. Anthony's Sermon to the Fishes", copyright ©
    * SPA Spanish (Elena María Accinelli) , title 1: "El sermón de San Antonio a los peces", copyright © 2005, (re)printed on this website with kind permission
    * ITA Italian (Amelia Maria Imbarrato) , title 1: "La predica di Sant'Antonio ai pesci", copyright © 2006, (re)printed on this website with kind permission
    * POR Portuguese (Napoleão Laureano de Andrade) , title 1: "O Sermão de Santo Antônio de Pádua aos Peixes", copyright © 2009, (re)printed on this website with kind permission
    * HEB Hebrew (Ehud Shapiro) , title 1: "דרשת הדגים של אנטוניוס מפדואה ", copyright © 2011, (re)printed on this website with kind permission

Antonius zur Predigt
Die Kirche findt ledig.
Er geht zu den Flüssen
und predigt den Fischen;

Sie schlagen mit den Schwänzen,
Im Sonnenschein glänzen.

Die Karpfen mit Rogen
Sind [allhier gezogen]1,
Haben d'Mäuler aufrissen,
Sich Zuhörens beflissen;

Kein Predigt niemalen
Den Karpfen so g'fallen.

Spitzgoschete Hechte,
Die immerzu fechten,
Sind eilend herschwommen,
Zu hören den Frommen;

[ Kein Predigt niemalen
Den Hechten so g'fallen.]2

Auch jene Phantasten,
Die immerzu fasten;
Die Stockfisch ich meine,
Zur Predigt erscheinen;

Kein Predigt niemalen
Den Stockfisch so g'fallen.

Gut Aale und Hausen,
Die vornehme schmausen,
Die selbst sich bequemen,
Die Predigt vernehmen:

[Kein Predigt niemalen
den Aalen so g'fallen.]2

Auch Krebse, Schildkroten,
Sonst langsame Boten,
Steigen eilig vom Grund,
Zu hören diesen Mund:

Kein Predigt niemalen
den Krebsen so g'fallen.

Fisch große, Fisch kleine,
Vornehm und gemeine,
Erheben die Köpfe
Wie verständge Geschöpfe:

Auf Gottes Begehren
Die Predigt anhören.

Die Predigt geendet,
Ein jeder sich wendet,
Die Hechte bleiben Diebe,
Die Aale viel lieben.

Die Predigt hat g'fallen.
Sie bleiben wie alle.

Die Krebs gehn zurücke,
Die Stockfisch bleiben dicke,
Die Karpfen viel fressen,
die Predigt vergessen.

Die Predigt hat g'fallen.
Sie bleiben wie alle.


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1 another version: "all' hierher zogen"
2 not set by Mahler

Submitted by Jakob Kellner

7. Rheinlegendchen [
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Language: German
Translation(s): ENG SPA ITA FRE ITA

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    * ENG English (Emily Ezust) , title 1: "Rhine Legend", copyright ©
    * SPA Spanish (Elena María Accinelli) , title 1: "La leyenda del Rin", copyright © 2005, (re)printed on this website with kind permission
    * ITA Italian (Ferdinando Albeggiani) , title 1: "Piccola leggenda del Reno", copyright © 2009, (re)printed on this website with kind permission
    * FRE French (Guy Laffaille) , title 1: "Petite légende du Rhin", copyright © 2009, (re)printed on this website with kind permission
    * ITA Italian (Amelia Maria Imbarrato) , title 1: "Piccola leggenda del Reno", copyright © 2010, (re)printed on this website with kind permission

Bald gras1 ich am Neckar, bald gras ich am Rhein;
Bald hab' ich ein Schätzel, bald bin ich allein!
Was hilft mir das Grasen, wenn d' Sichel nicht schneid't!
Was hilft mir ein Schätzel, wenn's bei mir nicht bleibt.

So soll ich denn grasen am Neckar, am Rhein,
So werf ich mein goldenes Ringlein hinein.
Es fließet im Neckar und fließet im Rhein,
Soll schwimmen hinunter ins Meer tief hinein.

Und schwimmt es, das Ringlein, so frißt es ein Fisch!
Das Fischlein tät kommen auf's König sein Tisch!
Der König tät fragen, wem's Ringlein sollt sein?
Da tät mein Schatz sagen: das Ringlein g'hört mein.

Mein Schätzlein tät springen bergauf und bergein,
Tät mir wiedrum bringen das Goldringlein mein!
Kannst grasen am Neckar, kannst grasen am Rhein,
Wirf du mir nur immer dein Ringlein hinein!


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1 note: 'grasen' used to be a metaphor or euphemism for 'to have an amorous adventure'.

Submitted by Jakob Kellner

8. Lied des Verfolgten im Turm [
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Language: German
Translation(s): ENG SPA ITA FRE

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    * ENG English (Emily Ezust) , title 1: "Song of the persecuted in the tower ", copyright ©
    * SPA Spanish (Elena María Accinelli) , title 1: "Canción del perseguido en la torre", copyright © 2005, (re)printed on this website with kind permission
    * ITA Italian (Ferdinando Albeggiani) , title 1: "Canto del prigioniero nella torre", copyright © 2009, (re)printed on this website with kind permission
    * FRE French (Guy Laffaille) , title 1: "Chant du prisonnier dans la tour", copyright © 2009, (re)printed on this website with kind permission

Der Gefangene:
 Die Gedanken sind frei,
 Wer kann sie erraten?
 Sie rauschen vorbei
 Wie nächtliche Schatten.
 Kein Mensch kann sie wissen,
 Kein Jäger sie schießen;
 Es bleibet dabei,
 Die Gedanken sind frei.

Das Mädchen:
 Im Sommer ist gut lustig sein 
 Auf hohen wilden Heiden,
 Dort findet man grün Plätzelein,
 Mein herzverliebtes Schätzelein,
 Von dir mag ich nit scheiden. 

Der Gefangene:
 Und sperrt man mich ein
 Im finstern Kerker,
 Dies alles sind nur
 Vergebliche Werke;
 Denn meine Gedanken
 Zerreißen die Schranken
 Und Mauern entzwei,
 Die Gedanken sind frei.

Das Mädchen:
 Im Sommer ist gut lustig sein
 Auf hohen wilden Bergen;
 Man ist da ewig ganz allein,
 Man hört da gar kein Kindergeschrei,
 Die Luft mag einem da werden.

Der Gefangene:
 So sei es, wie es will,
 Und wenn es sich schicket,
 [Nur alles in der Still]1;
 Und was mich erquicket,
 Mein Wunsch und Begehren
 Niemand kann's [mir]2 wehren;
 Es bleibet dabei,
 Die Gedanken sind frei.

Das Mädchen:
 Mein Schatz, du singst so fröhlich hier
 Wie's Vögelein in dem Grase;
 Ich steh so traurig bei Kerkertür,
 Wär ich doch tot, wär ich bei dir,
 Ach, muß ich denn immer klagen?

Der Gefangene:
 Und weil du so klagst,
 Der Lieb ich entsage,
 Und ist es gewagt,
 So kann mich nicht plagen!
 So kann ich im Herzen
 Stets lachen, bald scherzen;
 Es bleibet dabei, 
 Die Gedanken sind frei.


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1 Mahler: "nur all's in der Still'"
2 not set by Mahler.

Submitted by Jakob Kellner

9. Wo die schönen Trompeten blasen [
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Language: German
Translation(s): ENG SPA ITA FRE

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    * ENG English (Emily Ezust) , title 1: "Where the beautiful trumpets blow", copyright ©
    * SPA Spanish (Elena María Accinelli) , title 1: "Donde suenan las hermosas trompetas", copyright © 2005, (re)printed on this website with kind permission
    * ITA Italian (Amelia Maria Imbarrato) , title 1: "Dove squillano le belle trombe", copyright © 2006, (re)printed on this website with kind permission
    * FRE French (Benoît Rivillon) , title 1: "Où les fières trompettes sonnent", copyright © 2008, (re)printed on this website with kind permission

Wer ist denn draußen und wer klopfet an,
Der mich so leise, so leise wecken kann?
Das ist der Herzallerliebste dein,
Steh auf und laß mich zu dir ein!

Was soll ich hier nun länger stehn?
Ich seh die Morgenröt aufgehn,
Die Morgenröt, zwei helle Stern,
Bei meinem Schatz, da wär ich gern,
bei meiner Herzallerliebsten.

Das Mädchen stand auf und ließ ihn ein;
Sie heißt ihn auch wilkommen sein.
Willkommen, lieber Knabe mein,
So lang hast du gestanden!

Sie reicht ihm auch die schneeweiße Hand.
Von ferne sang die Nachtigall
Das Mädchen fing zu weinen an.

Ach weine nicht, du Liebste mein,
Aufs Jahr sollst du mein eigen sein.
Mein Eigen sollst du werden gewiß,
Wie's keine sonst auf Erden ist.
O Lieb auf grüner Erden.

Ich zieh in Krieg auf grüner Heid,
Die grüne Heide, die ist so weit.
Allwo dort die schönen Trompeten blasen,
Da ist mein Haus, von grünem Rasen.


Submitted by Jakob Kellner

10. Lob des hohen Verstands [
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Language: German
Translation(s): ENG SPA ITA FRE

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    * ENG English (Emily Ezust) , title 1: "In praise of higher understanding", copyright ©
    * SPA Spanish (Elena María Accinelli) , title 1: "Alabanza a la mente superior", copyright © 2005, (re)printed on this website with kind permission
    * ITA Italian (Amelia Maria Imbarrato) , title 1: "Lode all'alta competenza", copyright © 2008, (re)printed on this website with kind permission
    * FRE French (Guy Laffaille) , title 1: "Éloge de la haute sagesse", copyright © 2009, (re)printed on this website with kind permission

Einstmals in einem tiefen Tal
Kukuk und Nachtigall
Täten ein Wett' anschlagen:
Zu singen um das Meisterstück,
Gewinn' es Kunst, gewinn' es Glück:
Dank soll er davon tragen.

Der Kukuk sprach: "So dir's gefällt,
Hab' ich den Richter wählt",
Und tät gleich den Esel ernennen.
"Denn weil er hat zwei Ohren groß,
So kann er hören desto bos
Und, was recht ist, kennen!"

Sie flogen vor den Richter bald.
Wie dem die Sache ward erzählt,
Schuf er, sie sollten singen.
Die Nachtigall sang lieblich aus!
Der Esel sprach: "Du machst mir's kraus!
Du machst mir's kraus! I-ja! I-ja!
Ich kann's in Kopf nicht bringen!"

Der Kukuk drauf fing an geschwind
Sein Sang durch Terz und Quart und Quint.
Dem Esel g'fiels, er sprach nur
"Wart! Wart! Wart! Dein Urteil will ich sprechen,
Wohl sungen hast du, Nachtigall!
Aber Kukuk, singst gut Choral!

Und hältst den Takt fein innen!
Das sprech' ich nach mein' hoh'n Verstand!
Und kost' es gleich ein ganzes Land,
So laß ich's dich gewinnen!"


11. Revelge [
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Language: German
Translation(s): ENG SPA ITA FRE HEB

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    * ENG English (Jakob Kellner) , title 1: "Reveille", copyright ©, (re)printed on this website with kind permission
    * SPA Spanish (Elena María Accinelli) , title 1: "Toque de Diana", copyright © 2005, (re)printed on this website with kind permission
    * ITA Italian (Amelia Maria Imbarrato) , title 1: "Sveglia", copyright © 2006, (re)printed on this website with kind permission
    * FRE French (Guy Laffaille) , title 1: "Réveil", copyright © 2009, (re)printed on this website with kind permission
    * HEB Hebrew (Ehud Shapiro) , title 1: "תרועת השכמה", copyright © 2012, (re)printed on this website with kind permission

Des Morgens zwischen drein und vieren,
Da müssen wir Soldaten marschieren
Das Gäßlein auf und ab;
Tralali, Tralalei, Tralala,
Mein Schätzel sieht herab.

"Ach Bruder jetzt bin ich geschossen,
Die Kugel hat mich schwer getroffen,
Trag mich in mein Quartier,
Tralali, Tralalei, Tralala,
Es ist nicht weit von hier."

"Ach Bruder, ich kann dich nicht tragen,
Die Feinde haben uns geschlagen,
Helf dir der liebe Gott;
Tralali, Tralalei, Tralala,
Ich muß marschieren bis in Tod."

"Ach, Brüder! ihr geht ja an mir vorüber,
Als wär's mit mir vorbei,
[Ihr Lumpenfeind seid da;]1
Tralali, Tralalei, Tralala,
Ihr tretet mir zu nah.

Ich muß wohl meine Trommel rühren,
Sonst werde ich mich [ganz]1 verlieren;
Die Brüder dick gesät,
[Tralali, Tralalei, Tralala,]1
Sie liegen wie gemäht."

Er schlägt die Trommel auf und nieder, rührt
Er wecket seine stillen Brüder,
Sie schlagen ihren Feind,
Tralali, Tralalei, Tralala,
Ein Schrecken schlägt den Feind.

Er schlägt die Trommel auf und nieder,
Da sind sie vor dem Nachtquartier schon wieder,
Ins Gäßlein hell hinaus,
Tralali, Tralalei, Tralala,
Sie ziehn vor Schätzleins Haus.

Des Morgen stehen da die Gebeine
In Reih und Glied sie stehn wie Leichensteine,
Die Trommel steht voran,
Tralali, Tralalei, Tralala,
Daß sie ihn sehen kann.


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1 omitted by Mahler

Submitted by Jakob Kellner

12. Der Tambourgesell [
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Language: German
Translation(s): ENG SPA ITA FRE

Authorship

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    * ENG English (Emily Ezust) , title 1: "The Drummer Boy", copyright ©
    * SPA Spanish (Elena María Accinelli) , title 1: "El niño tamborilero", copyright © 2005, (re)printed on this website with kind permission
    * ITA Italian (Amelia Maria Imbarrato) , title 1: "Il tamburino", copyright © 2006, (re)printed on this website with kind permission
    * FRE French (Guy Laffaille) , title 1: "Le tambour", copyright © 2009, (re)printed on this website with kind permission

Ich armer Tambourgesell,
Man führt mich aus dem Gwölb,
Wär ich ein Tambour blieben,
Dürft ich nicht gefangen liegen.

O Galgen, du hohes Haus,
Du siehst so furchtbar aus,
Ich schau dich nicht mehr an,
Weil i weiß, daß i gehör dran.

Wenn Soldaten vorbeimarschieren,
Bei mir nicht einquartieren.
Wenn sie fragen, wer i g'wesen bin:
Tambour von der Leibkompanie.

Gute Nacht, ihr Marmelstein,
Ihr Berg und Hügelein.
Gute Nacht, ihr Offizier,
Korporal und Musketier.

Gute Nacht! Ihr Offizier',
Korporal und Grenadier!
Ich schrei mit lauter Stimm,
Von euch ich Urlaub nimm.
Gute Nacht! Gute Nacht.


Submitted by Jakob Kellner

13. Es sungen drei Engel [
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Language: German
Translation(s): FRE ENG ITA CAT

Authorship

Available translations, adaptations, and transliterations (if applicable):

    * FRE French (Guy Laffaille) , title unknown, copyright © 2009, (re)printed on this website with kind permission
    * ENG English (Linda Godry) , title 1: "There were three angels singing", copyright © 2004, (re)printed on this website with kind permission
    * ITA Italian (Ferdinando Albeggiani) , title 1: "Bimm bamm, bimm, bamm", copyright © 2009, (re)printed on this website with kind permission
    * CAT Catalan (Salvador Pila) , title 1: "Cant de mendicitat dels infants pobres", copyright © 2010, (re)printed on this website with kind permission

Knabenchor:
 Bimm bamm, bimm, bamm, . . .

Frauenchor:
 Es sungen drei Engel einen süßen Gesang,
 Mit Freuden es selig in den Himmel klang.
 Sie jauchzten fröhlich auch dabei,
 Daß Petrus sei von Sünden frei.
 Und als der Herr Jesus zu Tische saß,
 Mit seinen zwölf Jügern  das Abendmahl aß,
 Da sprach der Herr Jesus: "Was stehst du den hier?
 Wenn ich dich anseh', so weinest du mir."

Alt:
 "Und sollt' ich nicht weinen, du gütiger Gott" . . .

Frauenchor
 Du sollst ja nicht weinen!

Alt:
 "Ich habe übertreten die Zehn Gebot;
 Ich gehe und weine ja bitterlich,
 Ach komm und erbarme dich über mich."

Frauenchor:
 Has du denn übertreten die Zehen Gebot,
 So fall auf die Knie und bete zu Gott!
 Liebe nur Gott in alle Zeit,
 So wirst du erlangen die himmlische Freud!
 Die himmlische Freud, die Selige Stadt;
 Die himmlische Freud, die kein Ende mehr hat.
 Die himmlische Freude war Petro bereit'
 Durch Jesum und allen zur Seligkeit.


Submitted by John Versmoren

14. Urlicht [
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Language: German
Translation(s): ENG ITA FRE CAT SPA

Authorship

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    * ENG English (Ahmed E. Ismail) , title 1: "Primal light", copyright © 2004 by Ahmed E. Ismail, (re)printed on this website with kind permission
    * ITA Italian (Amelia Maria Imbarrato) , title 1: "Luce originaria", copyright © 2006, (re)printed on this website with kind permission
    * FRE French (Guy Laffaille) , title 1: "Lumière primaire", copyright © 2009, (re)printed on this website with kind permission
    * CAT Catalan (Salvador Pila) , title 1: "Llum primigènia", copyright © 2009, (re)printed on this website with kind permission
    * SPA Spanish (Arnaldo Rossi) , title 1: "Luz primigenia (de El cuerno maravilloso del joven)", copyright © 2013, (re)printed on this website with kind permission

O Röschen rot,
Der Mensch liegt in größter Not,
Der Mensch liegt in größter Pein,
Je lieber möcht' ich im Himmel sein.
Da kam ich auf einem breiten Weg,
Da kam ein Engelein und wollt' mich abweisen.
Ach nein, ich ließ mich nicht abweisen!
Ich bin von Gott und will wieder zu Gott,
Der liebe Gott wird mir ein Lichtchen geben,
Wird leuchten mir bis [in]1 das ewig selig' Leben!


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1 in some versions, "an"

Submitted by John Versmoren

15. Das himmlische Leben [
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]

Language: German
Translation(s): ENG ITA FRE POR CAT

Authorship

Available translations, adaptations, and transliterations (if applicable):

    * ENG English (Emily Ezust) , title 1: "The heavenly life", copyright ©
    * ITA Italian (Ferdinando Albeggiani) , title 1: "La vita celeste", copyright © 2009, (re)printed on this website with kind permission
    * FRE French (Guy Laffaille) , title unknown, copyright © 2009, (re)printed on this website with kind permission
    * POR Portuguese (Napoleão Laureano de Andrade) , title 1: "A vida celestial", copyright © 2009, (re)printed on this website with kind permission
    * CAT Catalan (Salvador Pila) , title 1: "La vida celestial", copyright © 2010, (re)printed on this website with kind permission

Wir genießen die himmlischen Freuden,
Drum tun wir das Irdische meiden,
Kein weltlich Getümmel
Hört man nicht im Himmel!
Lebt alles in sanftester Ruh'!
Wir führen ein englisches Leben!
Sind dennoch ganz lustig daneben!
Wir tanzen und springen,
Wir hüpfen und singen!
Sankt Peter im Himmel sieht zu!

Johannes das Lämmlein auslasset,
Der Metzger Herodes drauf passet!
Wir führen ein geduldig's,
Unschuldig's, geduldig's,
Ein liebliches Lämmlein zu Tod!
Sankt Lucas den Ochsen tät schlachten
Ohn' einig's Bedenken und Achten,
Der Wein kost' kein Heller
Im himmlischen Keller,
Die Englein, die backen das Brot.

Gut' Kräuter von allerhand Arten,
Die wachsen im himmlischen Garten!
Gut' Spargel, Fisolen
Und was wir nur wollen!
Ganze Schüsseln voll sind uns bereit!
Gut Äpfel, gut' Birn' und gut' Trauben!
Die Gärtner, die alles erlauben!
Willst Rehbock, willst Hasen,
Auf offener Straßen
Sie laufen herbei!

Sollt' ein Fasttag etwa kommen,
Alle Fische gleich mit Freuden angeschwommen!
Dort läuft schon Sankt Peter
Mit Netz und mit Köder
Zum himmlischen Weiher hinein.
Sankt Martha die Köchin muß sein.

Kein' Musik ist ja nicht auf Erden,
Die uns'rer verglichen kann werden.
Elftausend Jungfrauen
Zu tanzen sich trauen!
Sankt Ursula selbst dazu lacht!
Cäcilia mit ihren Verwandten
Sind treffliche Hofmusikanten!
Die englischen Stimmen
Ermuntern die Sinnen,
Daß alles für Freuden erwacht.


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