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Kinderlieder

Song Cycle by Franz Wilhelm Abt (1819-1885)


?. Abendlied

Language: German

Authorship


Abend ist's geworden,
Dunkel hüllt uns ein,
Still ist's allerorten,
Still will ich auch sein.

Kindlich und voll Reue
Klag ich meine Schuld,
Hoff auf deine Treue
Und auf deine Huld.

Alles schläft hienieden
In der stillen Nacht.
Ich auch ruh in Frieden,
Denn dein Auge wacht.

Was kann mir denn schaden?
Herr, in deiner Hut
Und in deinen Gnaden
Schlaf ich still und gut.

Schlafe ohne Sorgen,
Denn ich bin ja dein.
Bis mich weckt am Morgen
Deiner Sonne Schein.

Dann will ich auf's neue
Loben deine Gnad'
Die mit alter Treue
Mich behütet hat.


?. Am Spinnrad

Language: German

Authorship


An dem Spinnrad sitzt das Mädchen
 . . . . . . . . . .

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?. Die Lerche

Language: German

Authorship


 Auf zum Himmel steigt die Lerche
 Singt ein Lied aus voller Brust;
 Schmetternd klingt es durch die Lüfte
 Und verkündet Freud und Lust!

 Gott zur Ehre singt die Lerche,
 Lobet ihn mit Jubelschall,
 Und verkündet seine Liebe
 Im Gesange überall.

 Gott zu lieben, Gott zu loben,
 Sei auch deine Freud und Lust.
 Gott zu ehren wie die Lerche,
 Sing auch du aus voller Brust!


?. Alte Freundschaft

Language: German

Authorship


 Da ist die liebe Schwalbe wieder,
 Sie blieb uns fast zu lange aus;
 Sie zwitschert ihre alten Lieder
 Und zieht ins alte, kleine Haus.

 Sie trägt den Frack, den schwarzen, alten,
 Den sie im vor'gen Jahre trug;
 Die Weste hat sie gut gehalten, -
 Sie ist noch weiß und rein genug.

 Wer weiß, was alles sie getrieben,
 Seit sie gereist ins ferne Land,
 Doch ist die alte sie geblieben,
 Die Sonne hat sie nicht verbrannt.

 Drum hab' ich sie auch auf der Stelle
 Erkannt am Frack und am Gesicht.
 Mein Schwälbchen komm, flieg nicht so schnelle,
 Du tust, als kenntest du mich nicht.

 Nicht wahr, ich bin recht groß geworden,
 Seit wir uns sah'n zum letztenmal,
 Seit fort du zogst nach fernen Orten
 Weit über Meer und Berg und Tal.

 Komm nur, wir sind ja doch die Alten
 Und bleiben's auch in diesem Jahr;
 Wir wollen gute Freundschaft halten,
 So wie's im vor'gen Sommer war.


?. Der Vöglein Abschied

Language: German

Authorship


 Der Sommer ist vergangen,
 Die Störche ziehen fort,
 Sie ziehn in weite Ferne
 An einen wärmeren Ort.

 Ade, ade, ihr Störche,
 Zur Reise wünsch ich Glück!
 Kommt nur zur alten Heimat
 Im Frühling uns zurück.

 Wir bleiben hier zuhause,
 Ist's oft auch rauh und kalt,
 Und freu'n uns, wenn vom Dache
 Das Klappern wieder schallt!


?. Tannengrün

Language: German

Authorship


 Die Blumen all, die Blüten all
 Sie müssen rasch verblühn.
 Die hohe Tanne dort im Wald
 Bleibt immer frisch und grün.

 So muß die Welt mit ihrer Lust,
 Mit ihrem Leid vergehn,
 Die Liebe Gottes aber bleibt
 In Ewigkeit bestehn.

 Drum soll mein Herz auch immerdar
 In Lieb' und Treue blühn,
 Der Tanne gleich beständig sein
 Und immer frisch und grün.

 O Tannenbaum im grünen Wald,
 Bild der Verständigkeit,
 Du sollst auch mir ein Vorbild sein
 Jetzt und zu aller Zeit.


?. Hänschen möcht ein Reiter sein

Language: German

Authorship


Hopp, mein Hänschen, hoppsassa!
Seht nur, wie der kleine Mann
Schon so prächtig reiten kann
Auf den Knien des Großpapa
Hopp, mein Hänschen, hoppsassa!

Glücklich, wer dem Großpapa
Auf dem Knie noch reiten kann,
Reite lustig, kleiner Mann,
Weil die gute Zeit noch da.
Hopp, mein Hänschen, hoppsassa!

Hopp, mein Hänschen, hoppsassa!"
Ei, wie wild springt doch das Pferd,
Plumps! Da fällt er auf die Erd'
Unser Hänschen und liegt da.
Hopp, mein Hänschen, hoppsassa!


?. Der kleine Riese Goliath

Language: German

Authorship


Hoch auf Stelzen, hoch auf Stelzen, geht mein Büblein kühn dahin
 . . . . . . . . . .

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?. Wohl in dem grünen Wald

Language: German

Authorship


Hört wie laut, hört wie laut klingt der Vöglein Chor
 . . . . . . . . . .

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?. Der schönste Garten

Language: German

Authorship


 Ich kenne einen großen Garten,
 Darin ist lustig hausen,
 Da giebt es Speisen frisch und fein,
 Da prangen Früchte groß und klein,
 Da kann man herrlich schmausen.

 Viel volle Tische draußen sind
 Mit süßer Kost versehen,
 Der Kirschbaum und der Apfelbaum,
 Die sind's, die in dem grünen Raum
 Voll süßer Früchte stehen.

 Und jeder, der zu Gaste kommt
 Kann sich vollauf erquicken,
 Die Tafel ist gar reich gedeckt,
 Und alles mundet, alles schmeckt,
 Was sich am Ast läßt blicken.

 Das wissen auch die Vögelein,
 Die fragen nicht erst lange;
 Sie greifen zu und essen auf
 Manch Kirschlein rot, und danken drauf
 Dem Wirt mit frohem Sange.

 Und fragst du, wie der Saal wohl heißt,
 Ich will es gern dir sagen:
 Der Garten ist's, der Süßigkeit
 Und kühlen Schatten allen beut
 In warmen Sommertagen.



?. Der kleine Reiter

Language: German

Authorship


Mein Pferdchen gallopirt, Hurrah!
 . . . . . . . . . .

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?. Nach Oben

Language: German

Authorship


Nach Oben steigt die Lerche mit lautem Jubelschall
 . . . . . . . . . .

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?. Vöglein, hüte dich!

Language: German

Authorship


Vöglein, Vöglein hüte dich, hüte dich!
 . . . . . . . . . .

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?. Morgenlied

Language: German

Authorship


 Vorbei, vorbei die dunkle Nacht,
 Der helle Tag kommt wieder!
 Die Vöglein sind schon aufgewacht
 Und singen Morgenlieder.

 Wach auf, wach auf, mein Herz auch du,
 Und hebe an zu singen,
 Dem treuen Gott für sanfte Ruh
 Recht fröhlich Dank zu bringen.

 Vorbei, vorbei die dunkle Nacht,
 Wer mag da länger säumen?
 Wenn hell die liebe Sonne lacht,
 Langschläfer nur noch träumen.

 Frisch ist der Morgen, frisch das Blut!
 Mit freudigem Bewegen.
 Zur Arbeit frisch und wohlgemut,
 Dann fehlt's auch nicht an Segen.


?. Vöglein so klein möcht ich wohl sein

Language: German

Authorship


 Wenn ich ein Vöglein wär'
 Und auch zwei Flüglein hätt',
 Flög' ich zu dir.
 Weil's aber nicht kann sein,
 Bleib' ich allhier.

 Bin ich gleich weit von dir,
 Bin ich doch im Traum bei dir
 Und red' mit dir.
 Wenn ich erwachen tu',
 Bin ich allein.

 Es vergeht kein' Stund' in der Nacht,
 Daß nicht mein Herz erwacht
 Und dein gedenkt,
 Daß du mir viel tausendmal,
 Dein Herz geschenkt.


?. Zur Ewigkeit

Language: German

Authorship


 Was eilst du so, du Bächlein froh,
 Durchs grüne Tal dahin?
 So bleib doch hier und spiel mit mir,
 Weil ich so gut dir bin!

 Das Bächlein spricht: "Das kann ich nicht,
 Dazu hab' ich nicht Zeit.
 Hab' viel zu tun und darf nicht ruhn,
 Muß heute noch gar weit.

 Muß hurtig gehn, das Mühlrad drehn,
 Dort unten in dem Tal;
 Muß tränken auch nach altem Brauch
 Die Blumen allzumal.

 Die Schäflein klein dort warten mein,
 Schrein dürstend schon nach mir.
 Drum bring ich schnell vom frischen Quell
 Das Wasser ihnen hier.

 Dann muß ich hin zur Bleicherin,
 Muß gießen dort ihr Tuch,
 Bis daß es rein und weiß mag sein,
 Hab ich nicht Müh' genug?

 Leb' wohl, mein Kind, ich muß geschwind
 Nun and die Arbeit gehn;
 Zum Meer ist's weit, hab' keine Zeit,
 Bei dir hier lang zu stehn."


?. Ach, wer doch das könnte!

Language: German

Authorship

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Gemäht sind die Felder, der Stoppelwind weht,
hoch droben in Lüften mein Drache nun steht,
die Rippen von Holze, der Leib von Papier,
zwei Ohren, ein Schwänzlein sind all seine Zier;
und ich denk: so drauf liegen im sonnigen Strahl,
ach, wer das doch könnte nur ein einziges Mal!

Da guckt' ich dem Storch in das Sommernest dort:
Guten Morgen, Frau Storchen, geht die Reise bald fort?
Ich blickt' in die Häuser zum Schornstein hinein:
O Vater und Mutter, wie seid ihr so klein.
Tief unter mir säh' ich Fluss, Hügel und Tal.
Ach, wer das doch könnte nur ein einziges  Mal!

Und droben, gehoben auf schwindelnder Bahn,
da fasst ich die Wolken, die segelnden, an;
ich liess mich besuchen von Schwalben und Krähn,
und könnte die Lerchen, die singenden, seh'n;
die Englein belauscht' ich im himmlischen Saal,
Ach, wer das doch könnte nur ein einziges Mal!

Input by Peter Donderwinkel


?. Nun gute Nacht

Language: German

Authorship

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Nun gute Nacht!
Es gab so viel zu schauen,
Das hat dem Kinde die blauen
Guckäugelein müde gemacht.

Nun gute Nacht!
Die Blumen schaukeln im Winde,
Sie schlafen mit meinem Kinde;
Es schläft der Sonne Pracht.

Nun gute Nacht!
Das Englein hält die Wacht,
Es regt die Flüglein leise
Und singt eine himmlische Weise
Die ganze Nacht.


?. An den Sonnenschein

Language: German

Authorship


Schaust in's Stübchen klein, holder Sonnenschein!
 . . . . . . . . . .

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?. Wär ich ein Hirtenbube

Language: German

Authorship


Da sitz ich in der Stube, da sitz ich in dem Haus
 . . . . . . . . . .

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?. Ein lockerer Zeisig

Language: German

Authorship


Ein lockerer Zeisig, der bin ich, das weiss ich
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?. Heimat so traut!

Language: German

Authorship


Es führen mich die Wege wohl durch die weite Welt
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?. Osterhäschen

Language: German

Authorship


Liebes Häschen, willst du morgen
uns für Ostereier sorgen?
Liebes Häschen, bringe bald
bunte Eier aus dem Wald!
Weiches Moos und grüne Ästchen
holen wir für dich zum Nestchen,
und daneben legen wir
Gras und Klee zur Speise dir.
Und der Hund muß an die Kette,
und wir Kinder gehn zu Bette,
daß dir niemand bange macht,
wenn du leise kommst zur Nacht.

Input by Ferdinando Albeggiani


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