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Heimliche Lieder der Nacht

Song Cycle by Joseph Haas (1879-1960)


1. Die Stille lieb ich

Language: German

Authorship


Die Stille lieb ich
 . . . . . . . . . .

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2. Wolken

Language: German

Authorship


Wie feurige Riesenkorallen
Stehn Wolken am Horizont;
Sie hallen sich und wallen
Vorüber dem glutenden Mond.

Und sinken nach kurzer Feier
Verschwelend, fremd und kalt,
Als fliessende Nebelschleier 
Hinter dem rauschenden Wald.

Input by David Grogan


3. Gute Nacht!

Language: German

Authorship


Gute Nacht, meinsein Herzliebstelein,
wir wollen für heut uns verleidet sein!
So sonntagschön, so sommerklar,
so rosenrot der Tag auch war,
die Glocken läuten schon den Abend ein ...
gute Nacht, meinsein Herzliebstelein!

Gute Nacht, meinsein Herzliebstelein ...
der Mond guckt über den Hexenstein,
und in der Stadt und Bahn-entlang
da gehn bereits die Lichter an,
und die Wiesen drüben nebeln sich ein ...
gute Nacht, meinsein Herzliebstelein!

Gute Nacht, meinsein Herzliebstelein ...
ich bringe dich noch bis zum Waldhorn hinein
und geh dann über die Kuckuckshöh,
wo ich dein Licht im Fenster seh,
und singe mir, bis ich selber daheim:
Gute Nacht, meinsein Herzliebstelein!


4. August

Language: German

Authorship

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Das war des Sommers schönster Tag,
Nun klingt er vor dem stillen Haus
In Duft und süßem Vogelschlag
Unwiederbringlich leise aus.
    
In dieser Stunde goldnen Born
Gießt schwelgerisch in roter Pracht
Der Sommer aus sein volles Horn
Und feiert seine letzte Nacht.


5. Leises Lied

Language: German

Authorship

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Available translations (or transliterations, if applicable):


In einem stillen Garten
An eines Brunens Schacht,
Wie wollt' ich gerne warten
Die lange graue Nacht!

Viel helle Lilien blühen
Um des Brunens Schlund;
Drin schwimmen golden die Sterne,
Drin badet sich der Mond.

Und wie in den Brunnen schimmern
Die lieben Sterne hinein,
Glänzt mir im Herzen immer
Deiner lieben Augen schein.

Die Sterne doch am Himmel,
Die stehen all' so fern;
In deinem stillen Garten
Stünd' ich jetzt so gern.


6. Ständchen

Language: German

Authorship

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Das Rosenstöcklein steht in Flor;
o Gärtnerin, wie blüht's empor!
Sie hat ihr Pförtlein zugemacht.
              Tiefe Nacht.

Die schönste Rose in der Hand;
ein Knösplein saß am Blütenrand.
Es lugt sie an im Traum und lacht:
              Süße Nacht.

Es lugt nach ihren Lippen hin;
wie's schwillt, wie's schwillt, o Gärtnerin!
Genieße doch die Blütenpracht!
              Gute Nacht!


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