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Fünf Lieder

Song Cycle by Anton von Webern (1883-1945)


1. Ideale Landschaft

Language: German

Authorship


Du hattest einen Glanz auf deiner Stirn,
und eine hohe Abendklarheit war,
und sahst nur immer weg von mir,
ins Licht, ins Licht -
und fern verscholl das Echo meines Aufschreis.

Input by Jeroen Scholten


2. Am Ufer

Language: German

Authorship

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Available translations (or transliterations, if applicable):


Die Welt verstummt, dein Blut erklingt;
    in seinen hellen Abgrund sinkt
            der ferne Tag,

er schaudert nicht; die Glut umschlingt
    das höchste Land, im Meere ringt
            die ferne Nacht.

Sie zaudert nicht; der Flut entspringt
    ein Sternchen, deine Seele trinkt
            das ewige Licht.

Input by Jeroen Scholten


3. Himmelfahrt

Language: German

Authorship

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[Schwebst]1 du nieder aus den Weiten, 
Nacht mit deinem Silberkranz?
Hebt in deine Ewigkeiten
mich des Dunkels milder Glanz?

Als ob Augen liebend winken:
alle Liebe sei enthüllt!
als ob Arme sehnend sinken:
alle Sehnsucht sei erfüllt -

strahlt ein Stern mir aus den Weiten,
alle Ängste fallen ab,
seligste Versunkenheiten,
strahlt und strahlt und will herab.

Und es treiben mich Gewalten
ihm entgegen, und er sinkt -
und ein Quellen, ein Entfalten
seines Scheins nimmt und bringt

und erlöst mich in die Zeiten,
da noch keine Menschen sahn,
wie durch Nächte Sterne gleiten,
wie den Seelen Rätsel nahn.

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1 Ansorge: "Tauchst"
Note: Ansorge may have other textual changes not noted.

Input by Jeroen Scholten


4. Nächtliche Scheu

Language: German

Authorship


Zaghaft vom Gewölk ins Land
fließt des Lichtes Flut
aus des Mondes bleicher Hand,
dämpft mir alle Glut.

Ein verirrter Schimmer schwebt
durch den Wald zum Fluß,
und das dunkle Wasser bebt
unter seinem Kuß.

Hörst du, Herz? Die Welle lallt:
küsse, küsse mich!
Und mit zaghafter Gewalt,
Mädchen, küsse ich dich.

Input by Jeroen Scholten


5. Helle Nacht

Language: German

Authorship

Based on

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Available translations (or transliterations, if applicable):

    * ENG English [singable] (Friedrich Karl Grimm)

Weich küßt die Zweige
der weiße Mond.
Ein Flüstern wohnt
im Laub, als neige,
als schweige sich der Hain zur Ruh:
Geliebte du -

Der Weiher [ruht]1, und
die Weide schimmert.
Ihr Schatten flimmert
in seiner Flut, und
der Wind weint in den Bäumen:
wir träumen - [träumen]2 -

Die [Weiten]3 leuchten
Beruhigung.
Die Niederung
hebt bleich den feuchten
Schleier hin zum Himmelssaum:
o hin - o Traum - -

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1 Grimm: "ruft"
2 Grimm: "wir träumen"
3 Grimm: "Welten"

Input by Jeroen Scholten


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