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Neue Lieder

Song Cycle by Zdenko Antonín Václav Fibich (1850-1900)


1. Sprecht ihr mitternacht'gen Sterne

Language: German

Authorship


Sprecht, ihr mitternächt'gen Sterne,
Neigt ihr euch zum Untergang?
Weht schon Morgenluft von ferne?
Sinkt der Mond am Bergabhang?

Laßt mich wachen, laßt mich schauen,
Wie die Nacht in Tag vergeht,
Wenn im hellen Ätherblauen
Nur der Morgenstern noch steht.

Augen, vor dem Tod erstarrend,
Hab' ich trauernd zugedrückt,
Blumen, noch des Tages harrend,
Oft mit Tränen abgepflückt.

Stürzen sah ich stolze Bäume,
Sah viel Glück vom Sturm verwehn -
Laßt mich einmal Nacht und Träume
Sehn in Licht und Tag vergehn!

Input by Sharon Krebs


2. Ob rauh der Herbst

Language: German

Authorship


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3. Die Sennin

Language: German

Authorship

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Schöne Sennin, noch einmal
Singe deinen Ruf ins Tal,
Daß die frohe Felsensprache
Deinem hellen Ruf erwache!

Horch, o Sennin, wie dein Sang
In die Brust den Bergen drang,
Wie dein Wort die Felsenseelen
Freudig fort und fort erzählen!

Aber einst, wie alles flieht,
Scheidest du mit deinem Lied,
Wenn dich Liebe fortbewogen,
Oder dich der Tod entzogen.

Und verlassen werden stehn,
Traurig stumm herübersehn
Dort die grauen Felsenzinnen
Und auf deine Lieder sinnen.


4. Jak by luny úsvit

Language: Czech

Authorship

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Jak by luny úsvit
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4. Wie der Mond sich leuchtend dränget

Language: German

Authorship

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Wie der Mond sich leuchtend dränget
Durch den dunkeln Wolkenflor,
Also taucht aus dunkeln Zeiten
Mir ein lichtes Bild hervor.

Saßen all auf dem Verdecke,
Fuhren stolz hinab den Rhein,
Und die sommergrünen Ufer
Glühn im Abendsonnenschein.

Sinnend saß ich zu den Füßen
Einer Dame, schön und hold;
In ihr liebes bleiches Antlitz
Spielt' das rote Sonnengold.

Lauten klangen, Buben sangen,
Wunderbare Fröhlichkeit!
Und der Himmel wurde blauer,
Und die Seele wurde weit.

Märchenhaft vorüberzogen
Berg und Burgen, Wald und Au; -
Und das alles sah ich glänzen
In dem Aug der schönen Frau.


5. Wie bist du meine Königin

Language: German

Authorship

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Wie bist du, meine Königin,
Durch sanfte Güte wonnevoll!
Du lächle nur, Lenzdüfte wehn
Durch mein Gemüte, wonnevoll!

Frisch aufgeblühter Rosen Glanz,
Vergleich ich ihn dem deinigen?
Ach, über alles, was da blüht,
Ist deine Blüte wonnevoll!

Durch tote Wüsten wandle hin,
Und grüne Schatten breiten sich,
Ob fürchterliche Schwüle dort
Ohn Ende brüte, wonnevoll!

Laß mich vergehn in deinem Arm!
Es ist ihm ja selbst der Tod,
Ob auch die herbste Todesqual
Die Brust durchwüte, wonnevoll!


6. Die Jungfrau schläft

Language: German

Authorship

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Die Jungfrau schläft in der Kammer,
der Mond schaut zitternd hinein;
da draußen singt es und klingt es,
wie Walzermelodein.

"Ich will mal schaun aus dem Fenster,
wer drunten stört meine Ruh."
Da steht ein Totengerippe,
und fiedelt und singt dazu:

"Hast einst mir den Tanz versprochen,
und hast gebrochen dein Wort,
und heut ist Ball auf dem Kirchhof,
komm mit, wir tanzen dort."

Die Jungfrau ergreift es gewaltig,
es lockt sie hervor aus dem Haus;
sie folgt dem Gerippe, das singend
und fiedelnd schreitet voraus.

Es fiedelt und tänzelt und hüpfet,
und klappert mit seinem Gebein,
und nickt und nickt mit dem Schädel
unheimlich im Mondenschein.


7. Im Frühling

Language: German

Authorship


Der Frühling kam, der Frühling rief
Vom Berg in's Tal hinunter:
"Wär' euer Schlaf auch noch so tief,
Ihr Schläfer, werdet munter!"

Da regten tausend Keime sich
Und wurden stark und stärker,
Und dehnten sich und streckten sich
Und sprengten ihre Kerker.

Da traten Blätter zart und weich
Aus kleinen braunen Wiegen,
Um schüchtern an den schlanken Zweig
Sich innig anzuschmiegen.

Da sprang Schneeglöckchen pfeilgeschwind
Aus seinem grünen Bette;
Es glaubte schon das schöne Kind,
Daß es verschlafen hätte.

Da öffneten sich allzumal
Die Särge der Winterschläfer;
Da spielten in der Sonne Strahl
Die Mücken und die Käfer.

Da wurden auch die Veilchen wach,
Die tief im Grase wohnen,
Und bunte Primeln folgten nach
Und weiße Anemonen.

Da fing mein Herz zu klopfen an,
So schmerzlich und so bange;
Ein Strom von bittern Tränen rann
Heiß über meine Wange.

Der Lieben hab' ich still gedacht,
Die grüne Hügel decken,
Und die der Lenz mit seiner Macht
Nicht kann vom Schlaf erwecken.


8. Der bleiche Heinrich

Language: German

Authorship

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Der bleiche Heinrich ging vorbei,
Schön Hedwig lag am Fenster.
Sie sprach halblaut: Gott steh mir bei,
Der unten schaut bleich wie Gespenster!
Der unten erhebt sein Aug in die Höh,
Hinschmachtend nach Hedewigs Fenster.
Schön Hedwig ergriff es wie Liebesweh,
Auch sie ward bleich wie Gespenster.
Schön Hedwig stand nun mit Liebesharm
Tagtäglich lauernd am Fenster.
Bald aber lag sie in Heinrichs Arm,
Allnächtlich zur Zeit der Gespenster.


9. Ich armes Klosterfräulein

Language: German

Authorship

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    * ENG English (Siân Goldthorpe) (Christian Stein)
    * FRE French (Pierre Mathé)

[Ich]1 armes Klosterfräulein!
O Mutter! was hast du gemacht!
Lenz ging am Gitter vorüber,
[Hat]2 mir kein Blümlein gebracht.

Ach, wie weit, weit [dort]3 unten
Zwei Schäflein gehen im Tal!
Viel Glück, ihr Schäflein, ihr [sahet]4
Den Frühling zum erstenmal!

Ach, wie weit, weit [dort]3 oben
Zwei Vöglein fliegen in Ruh'!
Viel Glück, ihr Vöglein, ihr flieget
Der besseren Heimat zu!

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1 Winkler: "Ach ich"; Brahms and Kursch: "Ach, ach, ich"
2 Brahms: "und hat"
3 Brahms: "hier"
4 Winkler: "sehet"

Input by Sharon Krebs


10. Legende

Language: German

Authorship


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