1. Weihnachten
Language:
German
Authorship
Available translations (or transliterations, if applicable):
Leise weht's durch alle Lande
wie ein Gruss vom Sternenzeit,
schlinget neue Liebesbande
um die ganze weite Welt.
Jedes Herz mit starkem Triebe
ist zu Opfern froh bereit,
denn es naht das Fest der Liebe,
denn es naht die Weihnachtszeit.
Und schon hat mit tausend Sternen
sich des Himmels Glanz entfacht,
leise tönt aus Himmelsfernen
Weihgesang der heil'gen Nacht.
Hell aus jedem Fenster strahlet
wundersam des Chritsbaums Licht,
und der Freude schimmer malet
sich auf jedem Angesicht.
Lichte Himmelsboten schweben
ungeseh'n von Haus zu Haus;
selig Nehmen, selig Geben
geht von ihrer Mitte aus.
O willkommen, Weihnachtsabend,
allen Menschen, gross und klein!
Friedebringend, froh und labend
mögst du allen Herzen sein!
Input by Barbara Miller
2. Der Stern von Bethlehem
Language:
German
Authorship
Available translations (or transliterations, if applicable):
ENG
English
[singable]
(John Bernhoff)
Ein Sternlein funkelt am Himmelszeit,
das Fürte drei Weise zum Herrn der Weit.
Hoch über der Krippe ganz fest es stand;
Christ ward gefunden, der Stern verschwand.
"Was ward aus dem Sternlein?" thut's Büblein fragen.
Büblein, höre nur, das will ich dir sagen;
Nun leuchtet und funkelt in weiter Fern'
an Gottes Throne der holde Stern.
Doch einmal im Jahre erglüht er mit Macht
den seligen Engeln in heiliger Nacht.
Dran zündet das Christkind viel Lichterchen an,
die bringt uns am Christbaum der Weihnachtsmann.
Drum strahlen sie helle wie Himmelsschein
in alle Herzen beglückend hinein.
In ihrem Glanze verstummt jedes Leid.
O fröhliche, selige Weihnachtszeit!
O sel'ge Weihnachtszeit!
Input by Barbara Miller
3. An das Christuskind
Language:
German
Authorship
Available translations (or transliterations, if applicable):
ENG
English
[singable]
(John Bernhoff)
Nun zieht mit seinem goldnen Schein
das liebe Christkind wieder ein
in unsre Häuser und Stuben,
da freun sich Mägdlein, Buben.
Was hat uns doch zur Weihnacht
das Christkind alles mitgebracht
an köstlichen Geschenken!
Wir wagten's nie zu denken.
Hab Dank, du liebes Himmelskind,
dass du uns also hold gesinnt!
Dein Lieben, unermessen,
wir wollen nie vergessen.
Wir wollen Herz und Sinn dir weihn,
stets artig, fleißig, folgsam sein,
damit du an uns allen
kannst haben Wohlgefallen!
Input by Bertram Kottmann
4. Das Licht der Welt
Language:
German
Authorship
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Es strahlt am Himmelsrande
ein Stern so lieb und mild,
der stammt vom Morgenlande
und schwebt durch das Gefild.
Er schwebt mit Silberblinken
den Weisen hell voran
und kommt, auch mir zu winken,
wie er dereinst getan.
Er ist mir nicht verloren,
ich seh ihn, wo er hält.
Uns ist der christ geboren,
der Heiland dieser Welt.
Input by Barbara Miller
5. Die Engel singen
Language:
German
Authorship
Wir kommen aus dem Himmel heut
in alle Winde ausgestreut,
zu seh'n, wo kleine Kinder sind,
ob's gute Kind, ob's böse Kind.
Die bösen Kind geh'n uns nicht an,
die holt sich schon der Rutenmann,
wir seh'n nur nach den guten aus,
die folgsam sind in Schul' und Haus.
Die melden wir dem Christkind treu,
viel gold'ne Äpfel hat's im Streu,
die steckt's dem Ruprecht in den Sack,
für jedes noch ein Brezelback.
Lauf, Alter! das ist für die Kind,
die guten Kind, die artig sind.
Füll dem das Mäulchen, dem die Händ',
und mach ihnen güld'ne Tisch und Wänd',
und mach ihnen güld'ne Tisch und Wänd'.
Input by Malcolm Wren
6. Gesang der Heiligen Drei Könige
Language:
German
Authorship
Wir heiligen drei Könige aus fernem Mohrenland,
wir führen jeder ein Kamel mit uns am Halfterband.
Weihrauch und Myrren trägt das ein',
das andre eitel Gold,
das dritte Woll und Seidentuch
für's liebe Kindlein hold.
Wir zogen tausend Meilen weit
durch Sonn' und heißem Sand
und folgten treu dem heil'gen Stern,
der hoch am Himmel stand.
Wir heiligen drei Könige,
wir hatten viel Beschwer
und wenn wir erst das Kind gesehn,
wir fühlen sie nicht mehr.
Input by Malcolm Wren
7. Christkindleins Wiegenlied
Language:
German
Authorship
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O Jesulein zart1, das Kripplein ist hart,
O Jesulein zart, wie liegst du so hart,
Ach schlaf, ach tu die Aügelein zu,
Schlaf, und gieb uns die ewige Ruh.
Schlaf Jesulein wohl, nichts hindern soll
Ochs, Esel, und Schaf sind alle im Schlaf.
Der Seraphim singt und Cherubim klingt
viel Engel im Stall, sie wiegen dich all.
Seid stille ihr Wind, lasst schlafen das Kind!
[All Brausen sei fern, laßt ruhn euren Herrn!]4
Schlaf, Kind, und tu dein' Äuglein zu,
schlaf und gib uns die ewige Ruh!
Nichts mehr sich bewegt, kein Mäuslein sich regt,
zu schlafen beginnt das herzige Kind.
Schlaf denn und tu dein' Äuglein zu,
schlaf und gib uns die ewige Ruh!
Nichts mehr man dann singt, kein Stimmlein mehr klingt:
schlaf Jesulein zart, von göttlicher Art!
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1: Humperdinck:, the second "O Jesulein zart" is moved to after the first.
4 Humperdinck:"Ihr Stürme, halt' ein, das Rauschen lasst sein!"
8. Weihnachtsfreude
Language:
German
Authorship
Available translations (or transliterations, if applicable):
ENG
English
[singable]
(John Bernhoff)
FRE
French
[singable]
(Constantin)
Aus trauter Kindheit Tagen
steigt hold ein Traum empor,
draus hebt ein heimlich Klingen
sich zaubrisch süß zum Ohr.
O Weihnachtsfreud, o sel'ge Zeit
vor stiller Liebe, voll jauchzend froher Lust!
Wie dehnte dein Nahen die junge Brust!
Die Knabenjahre schwanden,
der Jüngling zog hinaus,
zu ringen mit dem Leben,
fern lag das Elternhaus.
O Weihnachtsfreud, o sel'ge Zeit
vor stiller Liebe, voll jauchzend froher Lust!
Wie schwoll da von Sehnsucht des Jünglings Brust!
Nun ist er fest geworden
in Lebens Weh und Glück,
doch sanft und reich wie einstens
klingts heut in ihm zurück:
O Weihnachtsfreud, o sel'ge Zeit
vor stiller Liebe, voll jauchzend froher Lust!
Wie dehnst du noch heute des Mannes Brust!
O Weihnachtsfreud, o Weihnachtsfreud,
o sel'ge, sel'ge Zeit!
O Weihnachtsfreud!
Input by Malcolm Wren
9. Altdeutsches Weihnachtslied
Language:
German
Authorship
Nun sind die lieben Engelein
im hellen Schein erschienen bei der nachten
den Hirten, die ihr Schäfelein
im weiten Feld bei Mondenschein bewachten.
Grosse Freud und neue Mär solln wir euch offenbaren,
die euch und aller Welt is widerfahren:
Gottes Sohn ist Mensch geborn,
hat versöhnt des Vaters Zorn.
Input by Barbara Miller
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