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English translation: The loves of a poet
French translation: Les Amours du poète
Dutch translation: Dichtersliefde
Italian translation: Amore di poeta
Spanish translation: Amors del poeta
Finnish translation: Runoilijanrakkautta
1. Im wunderschönen Monat Mai
Language:
German
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FRE
French
(Charles Beltjens)
ENG
English
(Paul Hindemith)
DUT
Dutch
[singable]
(Jan Rot)
SPA
Spanish
(Ariel E. Ramos)
ITA
Italian
(Amelia Maria Imbarrato)
SPA
Spanish
(Wilson Hidalgo)
ENG
English
[singable]
(Shula Keller)
DUT
Dutch
[singable]
(Anonymous/Unidentified Artist)
ENG
English
(Sir John Bowring)
FIN
Finnish
(Erkki Pullinen)
Im wunderschönen Monat Mai,
Als alle Knospen sprangen, 1
Da ist in meinem Herzen
Die Liebe aufgegangen.
Im wunderschönen Monat Mai,
Als alle Vögel sangen, 2
Da hab' ich ihr gestanden
Mein Sehnen und Verlangen.
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1. Lachner inserts here: "Geweckt von süssen Schmerzen, / Von Sehnsucht sanft umfangen,"
2. Lachner inserts here: "Die Blüten sich umwanden, / Die Zweige sich umschlangen,"
Input by René Slot
2. Aus meinen Tränen spriessen
Language:
German
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Aus meinen Tränen sprießen
Viel blühende Blumen hervor,
Und meine Seufzer werden
Ein Nachtigallenchor.
Und wenn du mich lieb hast, Kindchen,
Schenk' ich dir die Blumen all',
Und vor deinem Fenster soll klingen
Das Lied der Nachtigall.
3. Die Rose, die Lilie, die Taube, die Sonne
Language:
German
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Die Rose, die Lilie, die Taube, die Sonne,
Die liebt' ich einst alle in Liebeswonne.
Ich lieb' sie nicht mehr, ich liebe alleine
Die Kleine, die Feine, die Reine, die Eine;1
Sie selber, aller Liebe [Bronne]2,
Ist Rose und Lilie und Taube und Sonne.3
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1 Lachner adds after this: "Sie lieb ich alleine."
2 Schumann: "Wonne"
3 Schumann adds after this: "Ich liebe alleine /
Die Kleine, die Feine, die Reine, die Eine."; Lachner adds: "Ich liebe alleine die Reine, die Eine, / Sie selber ist Taube und Sonne."
4. Wenn ich in deine Augen seh'
Language:
German
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Wenn ich in deine Augen seh',
So schwindet [all' mein Leid]1 und Weh;
Doch wenn ich küße deinen Mund,
So werd' ich ganz und gar gesund.
Wenn ich mich lehn' an deine Brust,
Kommt's über mich wie Himmelslust;
Doch wenn du sprichst: ich liebe dich!
[So]2 muß ich weinen bitterlich.
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1 Franz, Dresel: "alles Leid"
2 Wolf: "Dann"
Input by René Slot
5. Ich will meine Seele tauchen
Language:
German
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Ich will meine Seele tauchen
In den Kelch der Lilie hinein;
Die Lilie soll klingend hauchen
Ein Lied von der Liebsten mein.
Das Lied soll schauern und beben
Wie der Kuß von ihrem Mund,
Den sie mir einst gegeben
In wunderbar süßer Stund'.
Input by René Slot
6. Im Rhein, im schönen Strome
Language:
German
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[Im]1 Rhein, [im]1 [schönen]2 Strome,
Da spiegelt sich in den [Well'n]3
Mit seinem großen Dome
Das [große, heil'ge]4 Köln.
Im Dom da steht ein Bildnis,
Auf [goldnem Leder]5 gemalt;
In meines Lebens Wildnis
Hat's freundlich [hineingestrahlt]6.
Es schweben Blumen und Eng'lein
Um unsre liebe Frau;
Die Augen, die Lippen, die Wänglein,
Die gleichen der Liebsten genau.
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1 Urspruch: "Am" / "am"
2 originally, "heiligen"; Schumann and Franz use this version.
3 Liszt: "Wellen"
4 Liszt, Urspruch: "große, das heilige"
5 Franz: "goldenem Grunde"; Urspruch "goldenes Leder"
6 Urspruch: "herein gestrahlt"
7. Ich grolle nicht, und wenn das Herz auch bricht
Language:
German
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Ich grolle nicht, und wenn das Herz auch bricht,
Ewig verlor'nes Lieb ! Ich grolle nicht.
Wie du auch strahlst in Diamantenpracht,
Es fällt kein Strahl in deines Herzens Nacht.
Das weiß ich längst.
Ich grolle nicht, und wenn das Herz auch bricht,
Ich sah dich ja im [Traum]1,
Und sah die Nacht in deines Herzens [Raum]2,
Und sah die Schlang', die dir am Herzen frißt,
Ich sah, mein Lieb, wie sehr du elend bist.
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1 Schumann: "Traume"
2 Schumann: "Raume"
8. Und wüßten's die Blumen, die kleinen
Language:
German
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Und wüßten's die Blumen, die kleinen,
Wie tief verwundet mein Herz,
Sie würden mit mir weinen,
Zu heilen meinen Schmerz.
Und wüßten's die Nachtigallen,
Wie ich so traurig und krank,
Sie ließen fröhlich erschallen
Erquickenden Gesang.
Und wüßten sie mein Wehe,
Die [goldnen]1 Sternelein,
Sie kämen aus ihrer Höhe,
Und sprächen Trost mir ein.
[Die]2 alle können's nicht wissen,
Nur [eine]3 kennt meinen Schmerz;
[Sie]4 hat ja selbst zerrissen,
Zerrissen mir das Herz.
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1 Schumann: "goldenen"
2 Schumann: "Sie"
3 Mendelssohn-Hensel: "einer"
4 Mendelssohn-Hensel: "Er"
9. Das ist ein Flöten und Geigen
Language:
German
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Das ist ein Flöten und Geigen,
Trompeten schmettern [drein]1;
Da tanzt [wohl]2 den Hochzeitreigen
Die Herzallerliebste mein.
Das ist ein Klingen und Dröhnen,
[Von Pauken und Schalmei'n]3;
Dazwischen schluchzen und stöhnen
Die [guten]4 Engelein.
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1 Schumann: "darein"
2 added by Schumann.
3 Schumann: "Ein Pauken und ein Schalmei'n"
4 Schumann: "lieblichen"
Input by René Slot
10. Hör' ich das Liedchen klingen
Language:
German
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Hör' ich das Liedchen klingen,
Das einst die Liebste sang,
So will mir die Brust zerspringen
[Vor]1 wildem [Schmerzendrang.]2
Es treibt mich ein dunkles Sehnen
Hinauf zur Waldeshöh',
Dort löst sich auf in Tränen
Mein übergroßes Weh'.
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1 Schumann: "Von"
2 Franz: "Schmerzensdrang"
Input by René Slot
11. Ein Jüngling liebt ein Mädchen
Language:
German
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Ein Jüngling liebt ein [Mädchen,]1
Die hat einen andern erwählt;
Der andre liebt eine andre,
Und hat sich mit dieser vermählt.
Das Mädchen [heiratet]2 aus Ärger
Den ersten besten Mann,
Der ihr in den Weg gelaufen;
Der Jüngling ist übel dran.
Es ist eine alte Geschichte,
Doch bleibt sie immer neu;
Und wem sie [just]3 passieret,
Dem bricht das Herz entzwei.
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1 Heine: in the original published version: "Mägdlein"
2 Schumann: "nimmt" (took)
3 Engelmann: "jüngst"
12. Am leuchtenden Sommermorgen
Language:
German
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Am leuchtenden Sommermorgen
Geh' ich im Garten herum.
Es flüstern und sprechen die Blumen,
[Ich aber, ich wandle stumm.]1
Es flüstern und sprechen die Blumen,
Und [schaun]2 mitleidig mich an:
Sei [unserer]3 Schwester nicht böse,
Du trauriger blasser Mann.
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1 R. Schumann follows Heine's original version: "Ich aber wandle stumm".
2 Franz: "schauen"
3 Franz, R. Schumann: "unsrer"
13. Ich hab' im Traum geweinet
Language:
German
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Ich hab' im [Traum]1 geweinet,
Mir träumte, du lägest im Grab.
Ich wachte auf, und die Träne
Floß noch von der Wange herab.
Ich hab' im Traum geweinet,
Mir träumt', du verließest mich.
Ich wachte auf, und ich weinte
Noch lange bitterlich.
Ich hab' im Traum geweinet,
Mir träumte, du [wär'st mir noch]2 gut.
Ich wachte auf, und noch immer
Strömt meine Tränenflut.
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1 Franz: "Traume", passim.
2 Loewe: "bliebest mir"
Input by René Slot
14. Allnächtlich im Traume seh' ich dich
Language:
German
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Allnächtlich im Traume seh' ich dich
Und sehe dich freundlich grüßen,
Und laut aufweinend stürz' ich mich
Zu deinen süßen Füßen.
Du [siehst]1 mich an wehmütiglich
Und schüttelst das blonde Köpfchen;
Aus deinen Augen schleichen sich
Die Perlentränentröpfchen.
Du [sagst]2 mir heimlich ein leises Wort
Und gibst mir den Strauß von Zypressen.
Ich wache auf, und der Strauß ist fort,
[Und das]3 Wort hab' ich vergessen.
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1 Schumann: "siehest"
2 Franz: "sagest"
3 Mendelssohn, Schumann: "Und 's"
15. Aus alten Märchen winkt es
Language:
German
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Set in a modified version by
by Edna Frida Pietsch (1894-1982)
, "Wo grosse Blumen Schmachten", op. 6 (Neun Lieder) no. 2 (1930?), stanzas 2-6 of Heine's final version, unpublished
Available translations, adaptations, and transliterations (if applicable):
Aus alten Märchen winkt es
Hervor mit weißer Hand,
Da singt es und da klingt es
Von einem Zauberland;
Wo bunte Blumen blühen
Im gold'nen Abendlicht,
Und lieblich duftend glühen,
Mit bräutlichem Gesicht;
Und grüne Bäume singen
Uralte Melodei'n,
Die Lüfte heimlich klingen,
Und Vögel schmettern drein;
Und Nebelbilder steigen
Wohl aus der Erd' hervor,
Und tanzen luft'gen Reigen
Im wunderlichen Chor;
Und blaue Funken brennen
An jedem Blatt und Reis,
Und rote Lichter rennen
Im irren, wirren Kreis;
Und laute Quellen brechen
Aus wildem Marmorstein.
Und seltsam in den Bächen
Strahlt fort der Widerschein.
Ach, könnt' ich dorthin kommen,
Und dort mein Herz erfreu'n,
Und aller Qual entnommen,
Und frei und selig sein!
Ach! jenes Land der Wonne,
Das seh' ich oft im Traum,
Doch kommt die Morgensonne,
Zerfließt's wie eitel Schaum.
Note: this is the original version. Later editions had many changes.
Input by René Slot
16. Die alten, bösen Lieder
Language:
German
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Die alten, bösen Lieder,
Die Träume [schlimm]1 und arg,
Die laßt uns jetzt begraben,
Holt einen großen Sarg.
Hinein leg' ich gar manches,
Doch sag' ich noch nicht, was;
Der Sarg muß sein noch größer,
Wie's Heidelberger Faß.
Und holt eine Totenbahre,
[Von Brettern]2 fest und dick;
Auch muß sie sein noch länger,
Als wie zu Mainz die Brück'.
Und holt mir auch zwölf Riesen,
Die müssen noch stärker sein
Als wie der [heil'ge]3 Christoph
Im Dom zu Köln am Rhein.
Die sollen den Sarg forttragen,
Und senken ins Meer hinab;
Denn solchem großen Sarge
Gebührt ein großes Grab.
Wißt ihr, warum der Sarg wohl
So groß und schwer mag sein?
Ich [legt']4 auch meine Liebe
Und meinen Schmerz hinein.
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1 Schumann: "bös'"
2 Schumann: "Und Bretter"
3 Schumann: "starke"
4 Schumann: "senkt'"
Input by René Slot
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