1. Meine Laute nehm' ich wieder
Language:
German
Authorship
Meine Laute nehm' ich wieder
Laute mit dem grünen Band;
Alte Lieder, neue Lieder,
und die Leute stehn gebannt.
Klingen fort und fort die Saiten,
und den Knaben glänzt da Aug‘,
und ein leiser Hauch der Zeiten
streift durch meine Saiten auch.
Input by Ferdinando Albeggiani
2. Musikanten wollen wandern
Language:
German
Authorship
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Musikanten wollen wandern;
Ei, die hielte mich wohl fest!
Noch 'nen Trunk, Herr Wirt, vom Roten;
Dann ade, du trautes Nest!
Hoch das Glas! Zu neuen Liedern
Geb es Kraft und Herzenswonne!
Ha, wie lieblich in die Adern
Strömt der Geist der Heimatsonne! -
Wie dort hoch die Wolken ziehen!
durch die Saiten fährt der Wind;
Und er weht die leichten Lieder
In die weite Welt geschwind.
Musikanten wollen wandern!
Schon zur Neige ging der Wein;
Ziehn die Lieder in die Weite,
Muß der Spielmann hinterdrein.
3. Im Walde, im Walde
Language:
German
Authorship
Im Walde, im Walde, im tiefgrünen Wald
o, wie es da klingt, o wie es da schallt.
Da streicht man die Fiedel und musiziert.
Ist da nicht ein Liedel, ein Liedel von mir?
Input by Ferdinando Albeggiani
4. Und so laßt mich weiter wandern
Language:
German
Authorship
Und so laßt mich weiter wandern,
Kind, mein Kind, ich muß von hier,
von der einen zu der Andern
meine Stätte ist nicht hier.
Ist nicht hier und ist nicht dorten,
nach dem alten Handwerksbrauch!
Mädchen gibt's an allen Orten
Rosen jeder Rosenstrauch.
Mädchen und von allen Sorten
Blaues Auge, braunes Aug',
find'ich hier und find'ich dorten,
und da drüben küßt man auch.
Hörst du nicht die Morgenglocken?
Fort denn, fort aus diesem Nest!
Lieder könnt ihr mir entlocken,
doch ihr haltet mich nicht fest.
Input by Ferdinando Albeggiani
5. Nun ein Scherflein in der Runde
Language:
German
Authorship
Nun ein Scherflein in der Runde,
von den Kavalieren allen
für mein Lied, und ganz besonders,
weil's den Frauen so gefallen.
Daß sie alle miteinander lustig klingen in der Tasche!
Und, Herr Wirt, vom besten Elfer
Eine wohlgezogne Flasche!
Nun ein Lied, und nun ein Humpen
schwer von lieblichen Getränken!
Ewig, unermüdlich,
will ich meinen Bogen schwenken!
Input by Ferdinando Albeggiani
6. Die Saiten weiß ich zu rühren
Language:
German
Authorship
Die Saiten weiß ich zu rühren,
da behieltet ihr mich gern,
ihr möchtet mich exploitieren
guten Morgen, meine Herrn!
Ihr seid so nudelnüchtern,
ich bin euch ein pauvrer Wicht
zu den hiesigen Gesichtern
passen meine Verse nicht.
Ich klagte sonst Adagio,
und begann Adagio;
Doch da sprach mir das Echo von: agio.
Und ich fluchte fortissimo,
daß Euch der Herrgott beschütze
vor jedem dummen Streich.
Und hol‘ mir für meine Mütze
Einen frischen Efeuzweig.
Input by Ferdinando Albeggiani
7. Wiederum lebt wohl, ihr Brüder
Language:
German
Authorship
Wiederum lebt wohl, ihr Brüder,
noch ist's nicht zum letzten Mal.
Meine Lieder klingen wieder
Aus dem Wald wie aus dem Saal.
Dieser Straßen, dieser Gassen
Pflaster ist mir zu bekannt,
und ich hab‘ mir schenken lassen
wiederum ein grünes Band.
Input by Ferdinando Albeggiani
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