1. Das Schloss am Meere
Language:
German
Authorship
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ENG
English
[singable]
(Anonymous/Unidentified Artist)
ENG
English
[singable]
(Walter A. Aue)
FRE
French
(Pierre Mathé)
Hast du das Schloß gesehen,
Das hohe Schloß am Meer?
Golden und rosig wehen
Die Wolken drüber her.
Es möchte sich niederneigen
In die spiegelklare Flut;
Es möchte streben und steigen
In der Abendwolken Glut.
"Wohl hab' ich es gesehen,
Das hohe Schloß am Meer,
Und den Mond darüber stehen
Und Nebel weit umher."
Der Wind und des Meeres Wallen,
Gaben die frischen Klang?
Vernahmst du aus hohen Hallen
Saiten und Festgesang?
"Die Winde, die Wogen alle
Lagen in tiefer Ruh,
Einem Klagelied aus der Halle
Hört ich mit Tränen zu."
Sahest du oben gehen
Den König und sein Gemahl?
Der roten Mäntel Wehen,
Der goldnen Kronen Strahl?
Führten sie nicht mit Wonne
Eine schöne Jungfrau dar,
Herrlich wie die Sonne,
Strahlend im goldnen Haar?
"Wohl sah ich die Eltern beide,
Ohne der Kronen Licht,
Im schwarzen Trauerkleide;
Die Jungfrau sah ich nicht."
2. Vor dem Muttergottesbild
Language:
German
Authorship
Available translations (or transliterations, if applicable):
ENG
English
[singable]
(Anonymous/Unidentified Artist)
Wenn meine Blicke hangen,
Du Lichtgestalt, an dir,
Dann ruht der Seele Bangen
Und Friede wohnt in mir;
Mein Herz erfüllet Wehmut,
Die feucht dem Aug' entquillt,
Es fasst mich tiefe Demut
Vor dir, du heilig Bild.
Bei deinem Anblick bet' ich
Mit inbrunstvollem Drang,
Der Andacht Glut durchweht mich
So selig und so bang.
Das heiligste Vertrauen
Ein armes Kind dir weiht;
O wolle niederschauen
Auf mich und auf mein Leid.
Input by Sharon Krebs
3. Elfenschiffer
Language:
German
Authorship
Komm Mägdelein' ohne Bangen, ich schiff' auf sichrer Bahn
. . . . . . . . . .
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4. Blätter und Lieder
Language:
German
Authorship
Frühling ist's in allen Räumen!
Blüt' und Blume taucht empor,
Und aus Stauden und aus Bäumen
Sprießen Blätter grün hervor.
Jugend blüht auf meiner Wange,
Jugend glüht in meiner Brust;
Blättern gleich im Frühlingsdrange
Blühn mir Lieder aus der Brust.
Blätter saugen aus der Erde
Leben, Farbe, Glanz und Saft,
Flattern wieder zu der Erde,
Wenn sie knickt des Sturmes Kraft.
Aus der Lieb' erblühen Lieder,
Blühn und sprossen auf zum Licht,
Flüchten zu der Liebe wieder,
Wenn der Zeiten Arm sie bricht.
Wenn ein neuer Lenztag blinket,
Blühn die Blätter wieder auf,
Und wenn neue Liebe winket,
Leben neu die Lieder auf.
5. Leb' wohl
Language:
German
Authorship
Wer fühlt's nicht tief im Herzen:
Es ist der bitterste von allen Schmerzen,
Nach unterdrückten strengverborgnen Klagen
Kalt zu dem theuren Stillgeliebten sagen:
"Leb' wohl!"
"Ich seh' ihn nimmer wieder!"
So wogt es in dem Busen auf und nieder,
Wie ein durchstürmtes Meer um Felsenklippen;
Doch lächelnd tönt es von den bleichen Lippen:
"Leb' wohl!"
Und ist er fort auf immer.
Auf ewig, und das Auge sieht ihn nimmer,
O! könnt' es dann verlöschen, sinken, brechen -
Doch einmal noch zu ihm die Worte sprechen:
"Leb' wohl!"
Input by Harry Joelson
6. Die Winde wehen so kalt
Language:
German
Authorship
Der Knabe eilt durch den düstern Hain
. . . . . . . . . .
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7. Abendlied
Language:
German
Authorship
Längst schon flog zu Nest der Vogel
. . . . . . . . . .
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8. Betrogen
Language:
German
Authorship
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Auf Flügeln [saust]1 der Wind daher,
Es rinnen und rauschen die Quellen.
Du hast mich geliebt, doch du liebst mich nicht mehr
Und äugelst nach andern Gesellen.
Was soll mir dein schwankender, wankender Sinn?
Fahr hin, fahr hin,
Fahr hin mit den Winden und Wellen!
Ach, was ist so flatternd als Weibertreu!
Du kannst sie nicht halten noch binden.
Ach, was ist so bitter als Liebesreu,
Wenn die goldenen Schlösser verschwinden!
Wohl winkt' ich und rief ich vergebens zurück,
Mein Glück, mein Glück,
Das treibt mit den Wellen und Winden.
View text without footnotes
1 Raff: "rauscht"; further changes may exist not noted.
Input by Sharon Krebs
9. Immer bei dir
Language:
German
Authorship
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ENG
English
[singable]
(Anonymous/Unidentified Artist)
In deine Augen will ich schauen,
Wenn ich dir nahe bin;
Auf diesem Himmel will ich bauen,
Und diesen Sternen will ich trauen,
In deine Augen will ich schauen,
Wenn ich dir nahe bin.
Dein liebes Bild soll mich umschweben,
Wenn ich dir ferne bin;
Ich will mich nicht dem Schmerz ergeben,
In deiner Nähe will ich leben,
Dein liebes Bild soll mich umschweben,
Wenn ich dir ferne bin.
Und jauchzend will ich dich umfangen,
Wenn ich dich wieder seh',
Es naht das Ziel nach dem wir rangen,
Gestillt ist jegliches Verlangen,
Und jauchzend will ich dich umfangen,
Wenn ich dich wieder seh'.
Input by Sharon Krebs
10. Keine Sorg um den Weg
Language:
German
Authorship
Based on
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ENG
English
(Sharon Krebs)
ENG
English
[singable]
(Anonymous/Unidentified Artist)
Kein Graben so breit, keine Mauer so hoch,
Wenn Zwei sich nur gut sind, sie treffen sich doch.
Kein Wetter so graulich, so schwarz keine Nacht,
Wenn Zwei sich nur seh'n woll'n, wie bald ist's gemacht!
Da gibt's einen Mondschein, da scheint wohl ein Stern,
Da blinkt noch ein Lichtlein, man nimmt eine Latern';
Da find't sich schon eine Leiter, ein Steg:
Wenn Zwei sich nur gut sind, keine Sorg' um den Weg.
Input by Sharon Krebs
11. Höchster Lohn
Language:
German
Authorship
Das war die junge Königsbraut, die zog wohl über's Meer
. . . . . . . . . .
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12. Der Ungetreuen
Language:
German
Authorship
Die Sonne strahlt auf Wald und Feld
. . . . . . . . . .
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13. Erstes Müllerlied
Language:
German
Authorship
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ENG
English
[singable]
(Anonymous/Unidentified Artist)
Räder klappern, Wasser rauschen
Und das Glöckchen gellt darein.
Gern mag ich den Tönen lauschen
Hier am duft'gen Waldesrain.
Denn solch' reges Treiben wecket
Immerdar den frohen Mut,
Und im Grase hingestrecket
Ruht dabei sich's doppelt gut.
Möchte in der Mühle hausen
Als ein Müller frisch und jung,
Wo so lustig Sausen, Brausen,
Wassersturz und Räderschwung.
Würde schaffen dort und schalten,
Emsig lenken Well' auf Well',
Bis das Bächlein ohne Halten
Trieb' die Räder doppelt schnell.
Dann auf ihre Schaufeln legen
Würd' ich meinen Kummer all',
Daß er mit dem Silberregen
Stäubte hin im wilden Schwall.
Ha, dann trüge wohl behende
Ihn die Flut in's weite Meer,
Und zu meinem Herze fände
Nie den Weg der Kummer mehr.
In solch' Träumen hat das Lauschen
Mich versenkt am Waldesrain,
Räder klappern, Wasser rauschen,
Und das Glöckchen gellt darein.
Input by Sharon Krebs
14. Das verlassene Mädchen
Language:
German
Authorship
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ENG
English
[singable]
(Anonymous/Unidentified Artist)
Erworben,
Verdorben!
Mein Herz ist schwer,
Ich bin nicht gestorben
Und lebe nicht mehr.
Sie haben
Begraben,
Was stets mir blieb!
Begraben sie haben
Die Treue und die Lieb'.
Ich traute
Und baute
Auf ihn allein;
Dem einzig ich traute,
Er musst' Verräter sein.
Erworben,
Verdorben!
Mein Herz ist schwer,
Ich bin nicht gestorben
Und lebe nicht mehr.
Input by Sharon Krebs
15. Zweites Müllerlied
Language:
German
Authorship
Ein Mühlrad hör' ich gehen, in einsam stiller Nacht
. . . . . . . . . .
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16. Die Hochzeitsnacht
Language:
German
Authorship
Nachts durch die stille Runde
Rauschte des Rheines Lauf
Ein Schifflein zog im Grunde,
Ein Ritter stand darauf.
Die Blicke irrend schweifen
Von seines Schiffes Rand.
Ein blutigroter Streifen
Sich um das Haupt ihm wand.
Der sprach: "Da oben stehet
Ein Schlößlein überm Rhein,
Die an dem Fenster stehet:
Das war die Liebste mein.
Sie hat mir Treu versprochen,
Bis ich gekommen sei,
Sie hat die Treu gebrochen
Und alles ist vorbei."
Viel' Hochzeitleute drehen
Da oben laut und bunt,
Sie bleibet einsam stehen
Und schauet in den Grund.
Und wie sie tanzten munter,
Und Schiff und Schiffer schwand,
Stieg sie vom Schloß hinunter,
Bis sie im Garten stand.
Die Spielleut' musizierten,
Sie sann gar mancherlei,
Die Töne sie so rührten,
Als müßt' das Herz entzwei.
Da trat ihr Bräut'gam süße
Zu ihr aus stiller Nacht,
So freundlich er sie grüßte,
Daß ihr das Herze lacht.
Er sprach: "Was willst du weinen,
Weil alle fröhlich sein!
Die Sterne schöne scheinen,
So lustig geht der Rhein.
Das Kränzlein in den Haaren
Steht dir so wunderfein,
Wir wollen etwas fahren
Hinunter auf dem Rhein."
Zum Kahn folgt sie behende,
Setzt sich ganz vorne hin,
Er setzt' sich an das Ende
Und ließ das Schifflein ziehn.
Sie sprach: "Die Töne kommen
Verworren durch den Wind,
Die Fenster sind verglommen,
Wir fahren so geschwind.
Was sind das für so lange
Gebirge weit und breit?
Mir wird auf einmal bange
In dieser Einsamkeit.
Und fremde Leute stehen
Auf mancher Felsenwand,
Und stehen still und sehen
So steinern über'n Rand."
Der Bräut'gam schien so traurig
Und sprach kein einzig Wort,
Schaut' in die Wellen schaurig
Und rudert' immerfort.
Sie sprach: "Schon seh ich Streifen
So rot im Morgen stehn,
Und Stimmen hör' ich schweifen,
Vom Ufer Hähne krähn.
Du siehst so still und wilde,
So bleich wird dein Gesicht,
Mir graut vor deinem Bilde -
Du bist mein Bräut'gam nicht."
Da stund er auf - das Sausen
Hielt still in Flut und Wald,
Es rührt mit Lust und Grausen
Das Herz ihr die Gestalt.
Und wie mit steinern'n Armen
Hob er sie auf voll Lust,
Drückt ihren schönen, warmen
Leib an die eis'ge Brust. -
Licht wurden Wald und Höhen,
Der Morgen schien blutrot,
Das Schifflein sah man gehen,
Die schöne Braut drin tot.
17. Ave Maria
Language:
German
Authorship
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ENG
English
[singable]
(Anonymous/Unidentified Artist)
Leis sinkt der Dämmerung Schleier
Auf Wiese, Feld und Wald
Ein Glockenton erschallt
Und ruft zur Abendfeier:
Ave Maria!
Du reine Jungfrau, sei gegrüsst,
Die uns der Liebe Leitstern ist
Und uns des Himmels Glück erschliesst,
Ave Maria!
Das Licht ist jetzt geschieden
Der Nachtgesang erklingt,
Und süsser Schlummer bringt
Den Müden Ruh' und Frieden.
Ave Maria!
Maria, Born des Friedens du,
Führ' gnädig uns dem Himmel zu,
Zur Ruh', zur ew'gen Ruh'.
Ave Maria!
Input by Sharon Krebs
18. Mein Herz
Language:
German
Authorship
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ENG
English
[singable]
(Anonymous/Unidentified Artist)
Mein Herz ist ein Spielmann, ein lust'ger Gesell'!
Und singet ein Liedel, das klinget so hell,
Das Berge und Täler und Auen und Wald
Des lustigen Liedes Echo durchhallt.
Mein Herz ist ein Spielmann, und spielet er auf,
Wallt schneller des Stromes sich kräuselnder Lauf,
Scheint heller die Sonne am Himmelsgezelt,
Blüht voller die Rose, ist schöner die Welt.
Mein Herz ist ein Spielmann, und singet dies Lied,
Auf dass es von Herzen zum Herzen zieht;
Denn wär' nicht ein Herz, das den Spielmann verstünd',
Es immer und ewig nie singen künnt,.
Input by Sharon Krebs
19. Der Mond kommt still gegangen
Language:
German
Authorship
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ENG
English
(David Kenneth Smith)
FRE
French
(Guy Laffaille)
ENG
English
[singable]
(Anonymous/Unidentified Artist)
Der Mond kommt still gegangen
Mit seinem goldnen Schein,
Da schläft [in]1 holdem Prangen
Die müde Erde ein.
Im Traum die Wipfel weben,
Die Quellen rauschen sacht;
Singende Engel durchschweben
Die blaue Sternennacht
Und auf den Lüften schwanken
Aus manchem treuen Sinn
Viel tausend Liebesgedanken
Über die Schläfer hin.
Und drunten im Tale, da funkeln
Die Fenster von Liebchens Haus;
Ich aber blicke im Dunkeln
Still in die Welt hinaus.
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1 Grimm: "mit"
20. Ihr Bild
Language:
German
Authorship
Seid mir gegrüsst ihr Wellen, du trautes Wasserlein
. . . . . . . . . .
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21. Die Nonne
Language:
German
Authorship
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DUT
Dutch
(Corien Sleeswijk)
Im stillen Klostergarten eine bleiche Jungfrau ging.
Der Mond beschien sie trübe,
An ihrer Wimper hing
Die Träne zarter Liebe.
"O wohl mir, daß gestorben der treue Buhle mein!
Ich darf ihn wieder lieben:
Er wird ein Engel sein,
Und Engel darf ich lieben."
Sie trat mit zagem Schritte wohl zum Mariabild;
Es stand im lichten Scheine,
Es sah so muttermild
Herunter auf die Reine.
Sie sank zu seinen Füßen, sah auf mit Himmelsruh',
Bis ihre Augenlider
Im Tode fielen zu:
Ihr Schleier wallte nieder.
22. Mädchenlied
Language:
German
Authorship
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ENG
English
[singable]
(Anonymous/Unidentified Artist)
Der du am Sternenbogen
Als Erstling kommst gezogen,
Schön vor den Brüdern du,
O sei mit deinem Strahle,
Gegrüßt sei tausend Male,
Lieblicher Bote der Ruh'!
Schon lösest du das Bangen,
Das mich am Tag umfangen,
Mit kühlem Dämmer sacht
Und lässest mir im Innern
Aufgehn ein süß Erinnern
Wie eine Blume der Nacht.
Input by Harry Joelson
23. Rastlose Liebe
Language:
German
Authorship
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ENG
English
(Lynn Thompson)
ITA
Italian
(Vittorio Fellegara)
SPA
Spanish
(unknown or anonymous translator)
DUT
Dutch
[singable]
(Lau Kanen)
ENG
English
(Edgar Alfred Bowring)
FRE
French
(Guy Laffaille)
[Dem]1 Schnee, [dem]1 Regen,
Dem Wind entgegen,
Im Dampf der Klüfte
Durch Nebeldüfte,
Immer zu! Immer zu!
Ohne Rast und Ruh!
Lieber durch Leiden
[Möcht]2 ich mich schlagen,
Als so viel Freuden
Des Lebens ertragen.
Alle das Neigen
[Von]3 Herzen zu Herzen,
Ach, wie so eigen
Schaffet [das]4 Schmerzen!
Wie soll ich [fliehen?]5
Wälderwärts [ziehen?]6
[Alles]7 vergebens!
Krone des Lebens,
Glück ohne Ruh,
Liebe, bist du!
View text without footnotes
1 Harder: "Durch"
2 Schubert: "Wollt"; Greger: "Will"
3 Reichardt: "Der"
4 Schubert: "es"
5 Reichardt, Schubert: "flieh'n"
6 Reichardt, Schubert: "zieh'n"
7 Schubert: "Alles, alles"
24. Schön Ännchen
Language:
German
Authorship
Available translations (or transliterations, if applicable):
ENG
English
[singable]
(Anonymous/Unidentified Artist)
Es webte schön Ännchen ohn Unterlaß
als dächte sie weder an dies noch an das
ließ hurtig das Schiffchen wandern
von einer Seite zur andern
Herüber, hinüber,
herüber, hinüber
Doch schneller als das Schiffchen flog
ihr Herz zum fernen Geliebten zog
Ach, könnt er bei mir doch weilen
ach, könnt ich zu ihm doch eilen
Herüber, hinüber,
herüber, hinüber
Da pochte schneller und lauter das Herz
und größer wurde der Sehnsucht Schmerz
das arme liebe Mädchen
es netzte mit Tränen die Fädchen
Herüber, hinüber,
herüber, hinüber
Und ehe der Einschlag zu Ende gebracht
der Liebste plötzlich die Türe aufmacht
da gab's zwei glückliche Herzen
und welch ein Kosen und Scherzen
Herüber, hinüber,
herüber, hinüber
25. Vom Strande
Language:
German
Authorship
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Available translations (or transliterations, if applicable):
Ich rufe vom Ufer
Verlorenes Glück,
Die Ruder nur schallen
Zum Strande zurück.
Vom Strande, lieb' Mutter,
Wo der Wellenschlag geht,
Da fahren die Schiffe,
Mein Liebster drauf steht.
Je mehr ich sie rufe,
Je schneller der Lauf,
Wenn ein Hauch sie entführet,
Wer hielte sie auf?
Der Hauch meiner Klagen
Die Segel nur schwillt,
Je mehr mein Verlangen
Zurücke sie hält!
Verhielt' ich die Klagen:
Es löst' sie der Schmerz,
Und Klagen und Schweigen
Zersprengt mir das Herz.
Ich rufe vom Ufer
Verlorenes Glück,
Die Ruder nur schallen
Zum Strande zurück.
So flüchtige Schlösser,
Wer könnt' ihn'n vertrau'n
Und Liebe, die bliebe,
Mit Freuden d'rauf bau'n?
Wie Vögel im Fluge,
Wo ruhen sie aus?
So eilige Wand'rer,
Sie finden kein Haus,
Zertrümmern der Wogen
Grünen Kristall,
Und was sie berühren,
Verwandelt sich all.
Es wandeln die Wellen
Und wandelt der Wind,
Meine Schmerzen im Herzen
Beständig nur sind.
Ich rufe vom Ufer
Verlorenes Glück,
Die Ruder nur schallen
Zum Strande zurück.
26. Loreley
Language:
German
Authorship
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Ich weiß nicht, was [soll es]1 bedeuten
Daß ich so traurig bin;
Ein Märchen aus alten Zeiten
Das kommt mir nicht aus dem Sinn.
Die Luft ist kühl und es dunkelt,
Und ruhig fließt der Rhein;
Der Gipfel des Berges funkelt
Im Abendsonnenschein.
Die schönste Jungfrau sitzet
Dort oben wunderbar,
Ihr goldnes Geschmeide blitzet
Sie kämmt ihr goldenes Haar.
Sie kämmt es mit [goldenem]2 Kamme
Und singt ein Lied dabei;
Das hat eine wundersame
Gewaltige Melodei.
Den Schiffer im kleinen Schiffe
ergreift es mit wildem Weh,
Er schaut nicht die Felsenriffe,
Er schaut nur hinauf in die Höh.
Ich glaube, die Wellen verschlingen
Am Ende Schiffer und Kahn;
Und das hat mit ihrem Singen
Die Lorelei getan.
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1 Liszt: "soll's"
2 Liszt: "gold'nem"
27. Abendstimmung
Language:
German
Authorship
Ich war mal froh vor lange! vor lange!
. . . . . . . . . .
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28. Der Knabe mit dem Wunderhorn
Language:
German
Authorship
See other settings of this text
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Ich bin ein lust'ger Geselle,
Wer könnt auf Erden fröhlicher sein!
Mein Rößlein so helle, so helle,
Das trägt mich mit Windesschnelle
In's blühende Leben hinein! --
Trara!
In's blühende Leben hinein.
Es tönt an meinem Munde
Ein silbernes Horn von süßem Schall,
Es tönt wohl manche Stunde,
Von Fels und Wald in der Runde
Antwortet der Widerhall! --
Trara!
Antwortet der Widerhall.
Und komm ich zu festlichen Tänzen,
Zu Scherz und Spiel im sonnigen Wald,
Wo schmachtende Augen mir glänzen
Und Blumen den Becher bekränzen,
Da schwing ich vom Roß mich alsbald --
Trara!
Da schwing ich vom Roß mich alsbald.
Süß lockt die Gitarre zum Reigen,
Ich küsse die Mädchen, ich trinke den Wein;
Doch will hinter blühenden Zweigen
Die purpurne Sonne sich neigen,
Da muß geschieden sein --
Trara!
Da muß geschieden sein.
Es zieht mich hinaus in die Ferne;
Ich gebe dem flüchtigen Rosse den Sporn.
Ade! Wohl blieb ich noch gerne,
Doch winken schon andre Sterne,
Und grüssend [vertönet]1 das Horn --
Trara!
Und grüssend [vertönet]1 das Horn.
View text without footnotes
1 Lessmann: "ertöne"
29. Schön Elschen
Language:
German
Authorship
Available translations (or transliterations, if applicable):
ENG
English
[singable]
(Anonymous/Unidentified Artist)
Ich gehe nie vorüber
An ihrem Gartenhag.
Ich send' ihr stets hinüber
Wohl einen guten Tag;
Ich ruf ihr zu von Ferne:
"Schön Elschen!"
Sie hört, und hört es gerne;
"Schön Elschen,"
Sie dreht ihr schmuckes Hälschen
Im Nu,
Und nickt und lacht mir zu.
Jüngst steht die Pforte offen,
Ich schlüpfe flink hinein.
Wie ist so gross mein Hoffen!
Ich finde sie allein:
"Dir hab' ich viel zu sagen,
Schön Elschen!
Und Manches dich zu fragen,
Schön Elschen!"
Sie dreht ihr schmuckes Hälschen:
"Siehst du!
Mein Vater kommt im Nu."
Und als ich geh' hernieder
Das Dorf am andern Tag,
Da komm' ich eben wieder
An ihren Gartenhag.
Da seh' ich lustig wandern
Schön Elschen
Zur Seite eines Andern,
Schön Elschen!
Sie lacht aus vollem Hälschen
Im Nu
Nun einem Andern zu.
Input by Sharon Krebs
30. Geständnis der Liebe
Language:
German
Authorship
Based on
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Wohl mir der Stunde, wo ich sie fand,
die mir das Herz und den Sinn hat bezwungen.
Auf sie ist all' mein Sinnen gewandt,
mein Herz hat die Liebliche gänzlich errungen.
Daß ich sie nimmermehr lassen kann,
das haben die Reize, die Güte gemacht,
und ihr rother Mund, der so minniglich lacht.
Ich habe das Herz und die Sinne gewendet
nach ihr der Reinen, der Lieben, der Hehren.
Das möge uns beiden noch werden vollendet,
was ich wage von ihrer Huld zu begehren.
So viel ich Freuden auf Erden gewann,
das haben die Reize, die Güte gemacht,
und ihr rother Mund, der so minniglich lacht.
Input by Ferdinando Albeggiani
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